Führungskrise kein Thema

Lokales
Bodenwöhr
14.04.2015
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Es handelte sich um eine wichtige Versammlung und sie dauerte über vier Stunden. Der TV, größter Verein in der Hammersee-Gemeinde, bilanzierte vor allem Erfolge. Eine Einschränkung gab es dann doch.

Vorsitzender Christian Zinnbauer freute sich über den sehr guten Besuch im Sportheim. Der TV zählt heute 502 Mitglieder. Im Vorfeld wurde eine Führungskrise vermutet. Sie blieb indes aus. In seinem Grußwort sagte zweiter Bürgermeister Albert Krieger, der TV sei ein aktiver Verein mit langer und teilweise großer Vergangenheit. Wer sich sportlich betätigen wolle, sei im TV gut aufgehoben.

Tennis mit Auszeichnung

Den Reigen der Spartenberichte eröffnete Sandra Stecher für die Damen- und Herrenturnabteilung. Mit neun Übungsleitern biete man ein breitgefächertes Kursprogramm. Daneben komme auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Weiter sei der Hauptverein bei allen Veranstaltungen unterstützt worden. Die Abteilung zählt 77 aktive und 66 passives Mitglieder. Bei der Turnabteilung hat Manuela Zinnbauer die Prüfung zur Übungsleiterin erfolgreich abgelegt.

Für die Tennissparte mit 115 Mitgliedern, davon 26 Kinder und Jugendliche, berichtete Rudi Haas. Höhepunkt für Tennis waren die Auszeichnung "Talentino-Club des Jahres 2014" durch den BTV sowie die "Italienische Nacht". Das Sorgenkind beim TV ist die Fußballabteilung. Michael Knerer führte aus, dass mit der Gründung der Jugendfördergemeinschaft ein richtiger Schritt von den drei Sportvereinen in der Gemeinde getan worden sei. Somit könne man von der G- bis zur A-Jugend und zwei Mädchenmannschaften den Spielbetrieb halten. Und die JFG funktioniere auch bestens. Die AH bilde eine Spielgemeinschaft mit Altenschwand und bestreite Freundschaftsspiele.

Absoluter Tiefpunkt

Mit dem Abstieg in die B-Klasse habe die erste Mannschaft den absoluten Tiefpunkt erreicht. Dadurch musste auch die Reserve abgemeldet werden. Das Ziel Wiederaufstieg gehe nur noch über die Relegation. Für die neue Saison sei ein Spielertrainer verpflichtet worden. Knerer betonte, dass beim TV kein Spieler bezahlt werde. In seinem Bericht führte dann der Vorsitzende die umfangreichen Arbeiten im Vereinsjahr an. Schwer eingespannt war der TV beim Bürgerfest mit dem Bierausschank, dem Illbruck- und dem Hammersee-Fest sowie beim Kinderfasching.

Herbert Schießl erläuterte dann die Finanzentwicklung des Turnvereins, der nun schuldenfrei dastehe. Die nackten Zahlen verpackte er in einen gut 30minütigen Vortrag und betonte, dass dies durch den besonderen Einsatz des Vorsitzenden erreicht worden sei. Die Kassenprüfer Franz Kaiser und Josef Hofmann bestätigten ihm eine saubere Arbeit. Christian Zinnbauer schwächte ab und sagte. "Diesen Abschluss haben wir gemeinsam erreicht". Bei der dann anstehenden Neuwahl erklärte sich Christian Zinnbauer zu einer weiteren Kandidatur bereit, knüpfte daran aber gewisse Bedingungen. Er werde sich nicht mehr so stark einbringen können und forderte, dass alle Aktiven von 16 bis 60 Jahre fünf Stunden Arbeitseinsatz leisten sollten, oder dafür einen finanziellen Beitrag (Mindestlohn) entrichten, was die Versammlung absegnete.
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