Garant für Verkehrssicherheit

Die Bodenwöhrer Sänger gestalteten die 50-Jahr-Feier der Verkehrswacht Bodenwöhr mit.
Lokales
Bodenwöhr
29.10.2014
3
0

Wo Schulweghelfer aufpassen, passieren keine Unfälle. Ein Erfolg der Verkehrswacht, deren Leistungen beim Jubiläum in Bodenwöhr gewürdigt wurden. Die Mitglieder kümmern sich aber nicht nur um Kinder.

Im Oktober 1962 schlug die Geburtsstunde der Verkehrswacht Bodenwöhr. Auf Anregung des damaligen Polizeibeamten Wolfgang Stuber wurde der Verein aus der Taufe gehoben. 30 Personen hatten damals bei der Gründungsversammlung ihre Mitgliedschaft bekundet. Am Freitagabend stieg die verspätete 50-Jahr-Feier dieses Traditionsvereins. Wegen des Wechsels an der Führungsspitze wurde dieser runde Geburtstag erst jetzt nachgeholt, sagte Vorsitzende Marita Burger. Neben den Ehrengästen waren viele Vertreter der Verkehrswachten aus der Umgebung der Einladung in die Familienbrauerei Jacob gefolgt. Zur Unterhaltung der Gäste trugen die Bodenwöhrer Sänger und Gstanzlsänger "Weber Bene" aus Sattelpeilnstein bei.

Ausflug als Belohnung

Seit jeher bemüht sich die Verkehrswacht um die Verkehrserziehung in Kindergarten und Schule, unterstützt aber auch Senioren. Wolfgang Stuber hieß der erste Vorsitzende neu gegründeten Vereins. Ihm folgte der Polizeibeamte und jetzige Altbürgermeister Albert Bauer, der von 1979 bis 2004 dieses Amt ausübte. 2004 habe dann mit Daniela Lanzl die erste Frau den Verein geleitet. 2007 folgte Walter Spirk, 2013 dann Marita Burger.

Lehrmittel für den Kindergarten und für die Schule wurden angeschafft, für die Erstklässler Sicherheitskleidung. Die Fahrradausbildung sei eingeführt worden, ebenso eine Mofa-Schulung für die Neuntklässler. Bus- und Schülerlotsen sowie Verkehrslehrer sorgten für die Sicherheit. Die Lotsen freuten sich jedes Jahr auf einen Ausflug. Darüber hinaus erhielten die Entlassschüler, die den Lotsendienst versahen, als Belohnung einen Rundflug über ihren Heimatort. 1994 sei dem eigenen Verkehrsübungsplatz ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, sagte Burger. Noch nicht realisiert werden konnte der Fußgängerüberweg im Herzen von Bodenwöhr, für den sie nach wie vor eintrete. Verschiedene Vorträge und Seminare gehören zum Angebot. Für Senioren gab's etwa wichtige Tipps zum Fahren mit einem Pedelec, also einem elektrisch motorisierten Fahrrad. Die Fahrzeugsegnung sei mit Pfarrer Johann Trescher wieder belebt worden.

Mittel aufgestockt

Bürgermeister Richard Stabl gratulierte zum Jubiläum. Die Verkehrswacht sorge für mehr Sicherheit. Stabl betonte auch die gute Zusammenarbeit. Das Gemeindeoberhaupt würdigte die verschiedensten Einsätze. Die Verkehrswacht Bodenwöhr habe sich große Verdienste erworben. Er überreichte an Burger eine Jubiläumsgabe.

Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier (CSU) sprach von der Bedeutung in der Gründungszeit. 1962 habe die Motorisierung begonnen. Als Mitglied im Verkehrsausschuss berichtete er von den Überlegungen, wie die Zahl der Verkehrsopfer zu verringern sei. Notwendig dazu seien auch staatliche Mittel. Derzeit sei man in Haushaltsberatungen für 2015. Für 2014 habe man elfeinhalb Millionen Euro aufgewendet, für 2015 seien diese Mittel um 1,5 Millionen auf 13 Millionen bundesweit erhöht worden. Zur Sicherheit tragen auch die Radwege bei, die man weiter ausbauen wolle. Auch er überreichte an Burger ein Präsent. Schirmherr Landrat Thomas Ebeling sprach von den wachsenden Herausforderungen an die Verkehrswacht. Er dankte ebenfalls allen Engagierten. Auch er hatte ein Präsent für den Ortsverein dabei.

Selbst verantwortlich

Dr. Wolfgang Laaths, Bezirksvorsitzender der Verkehrswachten, freute sich, dass die Mitgliederzahl in Bodenwöhr mit etwa 60 stets konstant geblieben sei. In den vergangenen Jahrzehnten sei an den vom Schulweghelferdienst gesicherten Straßen kein Schulunfall passiert. Als besonders wichtig erachtete er die Schulung zum Fahren eines Pedelecs. Denn so wünschenswert auch der Einsatz dieser Elektrofahrräder auch sei, bergen sie aber auch eine Gefahr. Zwiespältig steht Dr. Laaths Assistenzsystemen im Auto gegenüber. Diese sollen aktiviert werden, wenn sie das Fahren erleichterten. Doch sei nach wie vor der Mensch für sein Tun verantwortlich. Der zweite Vorsitzender der Verkehrswacht Bodenwöhr, Georg Donhauser, dankte Marita Burger mit einem Blumenstrauß. Anschließend erfolgten die Ehrungen. Jeder der Geehrten erhielt eine weiße Rose und eine Urkunde, die Gründungsmitglieder einen Präsentkorb, ihre Original-Beitrittserklärung gerahmt und einen Anhänger mit dem Heiligen Christophorus. Zusätzlich erhielten die drei Gründungsmitglieder Alfons Dickert, Willibald Hasl und Anton Wendl einen Landes-Teller, gestiftet von der terminlich verhinderten Staatsministerin Emilia Müller. Die vier Mitglieder, die seit 50 Jahren dabei sind, konnten sich über einen Gutschein für einen Landtagsbesuch freuen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.