Gemeinsam mit Wackersdorf

Lokales
Bodenwöhr
27.03.2015
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Die interkommunale Zusammenarbeit beim Straßenneubau kommt zustande - gegen den Widerstand der CSU-Fraktion. Nach hitziger Diskussion beschloss dies der Gemeinderat. Bewegung gibt es in diesem Zusammenhang beim Thema Hochwasserschutz.

Die vertagte Angelegenheit zum Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Altenschwand nach Meldau fand am Mittwochabend ihren Abschluss. Bekanntlich soll die Maßnahme in Zusammenarbeit der Kommunen Wackersdorf und Bodenwöhr über die Bühne gehen. Bei der Sitzung Anfang März war das Thema vertagt worden, sollten Details zum Hochwasserschutz und zum Haushalt 2015 ermittelt werden. Dies geschah und die angemahnten Informationen kamen bei der Sitzung am Mittwoch ausgiebig zur Sprache. Der notwendige Hochwasserschutz für Altenschwand ließe sich nach Auskunft des Ingenieurbüros im Zuge des Straßenbaus realisieren, zumindest durch Schaffung von Durchläufen.

Die Eckdaten des aktuellen Etats (Gesamtvolumen 10 861 300 Euro) weisen keine Nettoneuverschuldung auf. Auf dem investiven Sektor sind knapp 2,9 Millionen veranschlagt. Die Zuführung beträgt 674 500 Euro. Die erste Lesung dazu findet in der Woche nach den Osterferien statt.

Für sanfte Lösung

Zurück zum Straßenausbau: Wie erwähnt soll damit verbunden der Hochwasserschutz in Angriff genommen werden. Diplom-Ingenieur (FH) Erwin Schall vom Büro Renner + Hartmann gab einen Zwischenbericht. Demnach wäre ein kostenträchtiger technischer Schutz mit Bauwerken denkbar, ebenso eine "sanfte Retentionslösung" mit entsprechenden Straßendurchläufen. Dies, so der Tenor, entspreche wohl eher den finanziellen Möglichkeiten der Kommune. In Zusammenhang mit der interkommunalen Zusammenarbeit beim Straßenausbau entwickelte sich eine ausgiebige und teilweise heftige Debatte. Die CSU-Fraktion ist der Meinung, dass andere Maßnahmen, beispielsweise auf dem Wasser- und Kanalsektor, dringender seien.

Die Verwaltung erinnerte an die Synergieeffekte bei der gemeinsamen Maßnahme. Zudem seien rund 860 000 Euro für die von der CSU angeführten Projekte im Haushalt vorgesehen. Zweiter Bürgermeister Albert Krieger (FW), der die Sitzung für den erkrankten Rathaus-Chef Richard Stabl leitete, berichtete von einem Gespräch mit dem Wackersdorfer Amtskollegen Thomas Falter, der ebenfalls die Vorteile des gemeinsamen Handelns sehe.

Eine Entscheidung musste fallen. Die Regierung hatte den Gemeinden bis 1. April Zeit gegeben, um das Prozedere mitzuteilen. Im Raum steht damit außerdem die Förderquote von 60 Prozent. Der Bodenwöhrer Rat hat sich entschieden. Gegen die sechs Stimmen der CSU wurde das interkommunale Projekt letztlich befürwortet.

Kein Zuschuss

Der Verein Heimat- und Bauernmuseum Bodenwöhr-Bruck-Nittenau investierte in die Sanierung und den Anbau des Museums Mappach 325 000 Euro. Dazu gibt es maximal 220 000 Euro Zuschuss. Der Markt Bruck beteiligt sich mit 70 000 Euro an den Kosten. Nun kam der Antrag des Vereins an die Gemeinde Bodenwöhr, sich mit einer Spende zu beteiligen. Nach Nittenau lehnte auch das Bodenwöhrer Gremium dieses Ansinnen aus grundsätzlichen Erwägungen heraus ab.

Abschließend teilte Albert Krieger mit, dass Sieglinde Huber zum Unterrichtsende 2015 die Grundschule verlässt. Neue Leiterin wird F. Schmidbauer aus Roding.
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