Info-Tafel gibt Überblick

Bürgermeister Richard Stabl, die Geschäftsführerin des Naturparks Vorderer Bayerischer Wald und Forstdirektor Hubert Meier vom Forstbetrieb Roding (von links) stellten die neue Info-Tafel vor. Bild: sir
Lokales
Bodenwöhr
03.11.2015
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Das Naturschutzgebiet "Weichselbrunner Weiher und Trockenkiefernwald bei Bodenwöhr" ist 100 Hektar groß. Orientierung soll nun eine Informationstafel bieten.

Susanne Deutschländer, Geschäftsführerin des Naturparks "Vorderer Bayerischer Wald", Forstdirektor Hubert Meier vom Forstbetrieb Roding und Bürgermeister Richard Stabl erläuterten vor Ort die Besonderheiten des Naturschutzgebiets "Weichselbrunner Weiher und Trockenkiefernwald". Eine neue Info-Tafel gibt dem Wanderer oder Passanten Auskunft darüber.

Zweigeteiltes Gebiet

Dieser Bereich liege in der sogenannten Bodenwöhrer Bucht. Vor etwa 80 Millionen Jahren sei diese von einem Meer, dem Tethysmeer, bedeckt gewesen. Aus dieser Zeit stammten die Sandböden. Das Naturschutzgebiet sei zweigeteilt. Der Trockenkiefernwald sei geprägt durch kalkarme Sande, die durch die Waldnutzung in den zurückliegenden Jahrhunderten immer nährstoffärmer geworden seien. Hier habe sich ein spezieller Sand-Flechten-Kiefernwald herausgebildet, mit einer spezialisierten Fauna und Flora.

Im Unterwuchs der Kiefern finde man Heidekraut, Heidel- und Preiselbeere, aber auch Raritäten wie die konkurrenzschwache Bärentraube, die sogar von Moosen überwuchert werden könne und eine Vielzahl sehr trittempfindlicher und seltener Flechten, einer Symbiose aus Alge und Pilz, die nur auf sehr lebensfeindlichen Lebensräumen überleben kann. Die trockenen Kiefernwälder grenzen direkt an den Weichselbrunner Weiher mit seinen Verlandungsbereichen und den Gleixnerbach. Auch hier finden sich unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten.

In der Region selten und wirklich sehenswert seien die Sumpfständelwurz - eine einheimische Orchidee. Verschiedene Insektenarten, insbesondere Libellen und auch die Ringelnattern haben hier ihren Lebensraum. "Um diese Einzigartigkeit zu erhalten, appellieren wir an alle Spaziergänger und Wanderer, die Wege nicht zu verlassen, um Pflanzen und Tiere nicht zu beeinträchtigen und keinesfalls empfindliche Pflanzen auszureißen", betonten Meier und Deutschländer.

Für den Naturpark "Vorderer Bayerischer Wald" richtete Deutschländer ihren Dank an die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Schwandorf, die die Kosten (rund 230 Euro) für die Tafel aus dem Topf der Kleinstmaßnahmen bezahlt habe.

Viele Unterstützer

Außerdem dankte sie Markus Kurz, Gebietsbetreuer des Naturparks Oberpfälzer Wald für die Erstellung der Tafel, den Bayerischen Staatsforstbetrieben Roding, Forstbetriebsleiter Hubert Meier, auf dessen Grund die Tafel errichtet wurde sowie Bodenwöhr für das Aufstellen Das Gestell für die Tafel hat der Naturparkverein finanziert (113 Euro).
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