Keinen Kandidaten für den Vorsitz gefunden - Die Malaise mit den Booten - Appell des ...
Tourismusverein braucht zweiten Anlauf

Karin Nickl steht für eine erneute Kandidatur als Vorsitzende des Tourismusvereins Bodenwöhr nicht mehr zur Verfügung. Bild: Schieder
Lokales
Bodenwöhr
04.12.2014
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"Leider hat sich bei mir kein Interessent für den ersten Vorsitzenden gemeldet", ließ Karin Nickl, amtierende Vorsitzende des Tourismusvereins Bodenwöhr, bei der Mitgliederversammlung im Gasthof Schießl wissen. Und auch während der Versammlung erklärte sich niemand von den Anwesenden zur Kandidatur bereit. Am 9. Januar wird nun erneut der Versuch gestartet, einen kompletten Vorstand zu bilden. Hauptthema bei der letzten Jahreshauptversammlung sei die Plätte gewesen, erinnerte Karin Nickl in ihrem Rechenschaftsbericht. Vonseiten des Tourismusvereins und der Gemeinde sei ein Antrag für erweiterte Fahrtzeiten gestellt worden. Dies war nicht möglich und so stehe die Plätte seit Oktober 2012 in einer Lagerhalle in Blechhammer und trockne vor sich hin, so die Sprecherin. Sie dankte Eberhard Petter und Helmut Mayer für ihren Einsatz als Handwerker. Leider seien diese bereits 2013 wegen Krankheit und Arbeit ausgefallen. Und so stehe es schlecht um die eingesetzten Ruder- und Tretboote. Die Wasserwacht habe dankenswerterweise Reparaturen erledigt, sonst hätte man 2013 keine Tretboote mehr vermieten können.

Geld reicht nicht

Alle Boote müssten in der Winterzeit gründlich überholt werden. Dies sei eigentlich bereits für den Winter 2013 und 2014 eingeplant gewesen. Nickl sagte, dass sie jemanden habe, der dies übernehmen würde. Tatsache sei jedoch, dass im kommenden Sommer ohne größere Reparaturen keine Tretboote zum Verleih zur Verfügung stünden. Neue Tretboote kosteten ab 4000 Euro pro Stück.

"Wir haben zwar durch den Betrieb des Kiosk 2013 Geld in die Kassen bringen können, aber das reicht nicht, um die Boote von einer Firma richten zu lassen", betonte Nickl. 2014 sollten die Boote vom TÜV abgenommen werden, was durch den desolaten Zustand nur Zusatzkosten gebracht hätte. 2014 habe man die Plätte über eBay zum Verkauf angeboten und über 5000 Interessenten seien feststellbar, aber nur sechs Vormerkungen. Anbieten könne man die Plätte auch ohne Motor, da dieser ihr gehöre, so Nickl. Der aktuelle Mitgliederstand belaufe sich auf 71 Personen, nach zwei Todesfällen und neun Austritten, so Nickl. Bürgermeister Richard Stabl dankte dafür, dass der Tourismusverein trotz Krankheitsfällen aktiv geblieben sei und den Kiosk-Betrieb aufrechterhalten habe. Der Kiosk sei ein Aushängeschild und ein Service für die Gäste, sowie auch die Anlagen. Sein Dank galt auch der Wasserwacht für ihr Engagement. Stabl bot an, mitzuhelfen, eine Mannschaft zu organisieren, die die Boote herrichte. Die Sache mit der Plätte sei ein harter Schlag. Ihm sei es wichtig, dass der Tourismusverein weiterhin bestehe. Er führte einen Zuwachs an Übernachtungsgästen ins Feld. Starten wolle man eine Qualitätsoffensive mit dem Oberpfälzer Seenland in Kooperation mit den Vermietern. Die Zertifizierung, biete trotz der damit verbundenen Kosten den Kunden Vergleichsmöglichkeiten.
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