Kritik an "Nebelkerzen"

Jürgen Neuber, stellvertretender Bezirksvorsitzender der FW, sprach beim politischen Aschermittwoch der Freien Wähler in Neuenschwand. Bild: ins
Lokales
Bodenwöhr
20.02.2015
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Die "Auslagerung unpopulärer Entscheidungen in der Politik" kritisierte der stellvertretende FW-Bezirksvorsitzende beim politischen Aschermittwoch. Auch die Problematik bei den Gymnasien im südlichen Landkreis kam zur Sprache. Nun sei eine Reaktion gefragt.

Eine zehnjährige Tradition hat der gemeinsame politische Aschermittwoch der Freien Wähler, zu dem die drei Ortsverbände Nittenau, Bruck und Bodenwöhr einladen. Am Mittwoch fand er beim "Troidlwirt" in Neuenschwand statt, wo der Bodenwöhrer Vorsitzende Bruno Grün die Gäste aus Nittenau und Bruck mit Bürgermeister Hans Frankl begrüßte.

Zu viel Bürokratie

In seiner Einführung nannte er Schlagwörter von den politischen Aschermittwoch-Veranstaltungen, die er am Radio mitgehört habe. Darunter befanden sich Kfz-Steuer und Maut sowie Griechenland, Asyl und Stromtrassen. Für ihn hat die Bürokratie überhand genommen. Die Freien Wähler machten sich Sorgen um die Zukunft Bayerns. Im Schulbereich würden einerseits Lehrer eingespart, andererseits werde der Schulbustourismus durch Zusammenlegung gefördert. Die FW träten für nachhaltige Lösungen ein, wobei der Mensch im Mittelpunkt stehe.

Bodenwöhrs zweiter Bürgermeister Albert Krieger freute sich, dass die negativen Schlagzeilen von Gemeinderatssitzungen seit der Kommunalwahl der Vergangenheit angehörten. Die Freien Wähler und die Bürgerliste sähen in dem Wahlergebnis ihre Sachpolitik bestätigt. Man sei bestrebt, die Infrastruktur in Bodenwöhr voran zu bringen. Auch die Achse Bodenwöhr-Bruck-Nittenau solle gestärkt werden, vor allem im schulischen Bereich.

Als Hauptredner ging dann der stellvertretende Bezirksvorsitzende Jürgen Neuber auf aktuelle Themen ein. Bei der Kreisumlage habe die CSU früher in der Opposition eine Senkung verlangt. Heute mache dies die SPD. Die Freien Wähler sähen darin nur "das Eigeninteresse der Parteien, wie auch in vielen anderen Punkten". In der Asylpolitik leisteten die Ehrenamtlichen viel. Es müsse aber mehr Personal eingestellt und bei Abschiebung der humanitäre Gesichtspunkt berücksichtigt werden. In der Politik würden unpopuläre Entscheidungen ausgelagert. Ob man Stromtrassen brauche, entschieden Fachleute. Aber der Kohlestrom solle nicht weiter gefördert werden. "Die Nebelkerzen bei den Wahlen sind nicht der Stil der Freien Wähler", betonte Neuber.

Abschließend streifte er noch das Vorhaben Gymnasium Lappersdorf. Die Entscheidung in Regensburg sei gefallen. Der Landkreis Schwandorf habe seine Schulen gut hergerichtet. Man müsse die Einrichtungen in Burglengenfeld und Nittenau attraktiv gestalten, damit die Schüler hier- her kämen und auch blieben. Die Freien Wähler träten für eine nachhaltige Sachpolitik zugunsten der Bürger ein. Dadurch, so Neuber, brauche man um die Zukunft der Freien Wähler nicht zu bangen.
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