Letzter Feinschliff für Boogie-Woogie Nationalmannschaft
Bereit für die "Euro"

Sie will bei der Europa-Meisterschaft im Boogie Woogie gut abschneiden: die deutsche Nationalmannschaft, die in der Bodenwöhrer Hammersee-Halle mit den beiden Bundestrainern Leo Beck (links) und Christian Punk (Zweiter von rechts) an ihrem Tanzstil und der Choreographie feilte. Bild: Schieder
Lokales
Bodenwöhr
23.09.2014
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Sie sind Leistungssportler und sie messen sich am 25. Oktober im Regensburger Audimax mit den Besten Europas. Am Wochenende absolvierte die deutsche Boogie-Woogie Nationalmannschaft ein Kadertraining in Bodenwöhr. Und dabei bekamen die Paare den letzten Feinschliff.

Warum diese spezielle Art des Tanzens in den Bereich des Leistungssports fällt, wurde am Samstag und Sonntag in der Hammersee-Halle deutlich. Der körperliche Einsatz war enorm, bei voller Konzentration. Insgesamt wurden zwölf Paare nominiert: Sechs tanzen in der Oldie-, vier in der Haupt- und zwei in der Jugendklasse.

Mit Erfolg beworben

Die Boogie-Babies Bruck/Bodenwöhr stellen zwei Paare. In der Oldie-Klasse treten Max und Anette Seidl an, in der Hauptklasse Johannes Hien und Kerstin Engel, sagt Verbandssprecher Peter Pötzinger im Gespräch. Als Veranstalter der Europa-Meisterschaft fungiert der Weltverband WRRC (World Rock'n'Roll Confederation).

Die Organisation besorgt der DRBV (Deutsche Rock'n'Roll- und Boogie Woogie-Verband). Letztes Jahr haben sich die Boogie-Babies Bruck/Bodenwöhr um die Ausrichtung der Europameisterschaft mit einem Konzept beworben - erfolgreich. Bis zu 15 Nationen aus Europa werden in der Oberpfalz-Metropole erwartet. Nicht nur zur Europameisterschaft finden Kadertrainings statt. Diese sind bis zu vier Mal im Jahr angesetzt,, um bei internationalen Terminen bestehen zu können. Die Bundestrainer Christian Punk und Leo Beck leiteten das Kadertraining in Bodenwöhr. Die Paare kommen unter anderem aus Karlsruhe, Berlin, Leipzig, Augsburg, die meisten aber aus Bayern.

Wie sieht Christian Punk die Chancen der deutschen Mannschaft bei der Europameisterschaft? Er verwies auf die bisherigen Erfolge, die auf einen der vorderen Plätze hoffen ließen. So habe man in der Jugendklasse in Stockerau bei Wien Platz 5 und 6 erreicht, in der Hauptklasse Rang 10. In der Oldie-Klasse seien immer ein bis zwei Paare in der Endrunde vertreten gewesen.

Locker und leicht

Sehr viel Technik-Training ist laut Punk nötig. Mittels einer Videoanalyse aus Stockerau und vom WM-Cup in Stuttgart werden Details gezeigt, um eventuelle Verbesserungen zu veranschaulichen. Gewertet wird auch die Tanztechnik. Locker, leicht und spielerisch soll sie sein, trotzdem dynamisch. Verschiedene Schwierigkeitsgrade sorgen für Spannung: Boogie-Akrobatik fasziniert und bringt durch ihre Individualität Abwechslung. Zwischen den vier Kaderschulungen stehen die Bundestrainer in stetem Kontakt mit den Trainern in den Vereinen am Ort.

Der Nittenauer Johannes Hien, der mit seiner Freundin und Partnerin Kerstin Engel in der Hauptklasse antreten wird, ist erst seit 2012 dabei. Die beiden haben fleißig trainiert, so dass der Erfolg nicht lange ausblieb und sie nun in der Nationalmannschaft angelangt sind.

Im Durchschnitt trainiert das Paar drei Mal in der Woche, vor dem Turnier vier bis fünf Mal. Doch bei allem Ehrgeiz sei der Spaß das Wichtigste, so Hien. Boogie Woogie sei ein Tanz, der Freude vermitteln, aber auch ernsthaft betrieben werden solle.

Auf die internationale Ebene angesprochen gab er sich zuversichtlich: "Durch viel Arbeit an sich kann man nach oben kommen", obwohl Schweden und Norwegen vorne liegen. "Wir holen auf", meinte auch Kerstin Engel.
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