Mit Bitte um Verständnis

Bürgermeister Richard Stabl bei seinem Bericht zur Bürgerversammlung. Bild: ins
Lokales
Bodenwöhr
19.11.2015
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Die Bürgerversammlung für die Gemeinde war im Gasthof Lutter mit rund 80 Personen gut besucht. Bürgermeister Richard Stabl dankte seinem Stellvertreter Albert Krieger und dem Rathauspersonal, dass sie während seiner krankheitsbedingten viermonatigen Abwesenheit viele Tätigkeiten auffangen mussten.

Er bat auch bei den Bürgern um Verständnis, dass von ihm zugesagte Maßnahmen nicht realisiert und angegangen werden konnten. Er gab einen einstündigen Bericht ab. Er sprach über die Schule, an der zur Zeit 130 Kinder in sechs Kombiklassen unterrichtet werden. Die Gemeinde leiste einen erheblichen Beitrag für die Schule. Die jetzige Bedarfsabfrage bei der Kinderkrippe soll die Grundlage für die zukünftige Ausrichtung sein.

Gründung Bürgerbeirat

Die Jugend- und Seniorenarbeit soll nun zusammengelegt und vom zu bildenden Bürgerbeirat geführt werden. Im Seniorenbeirat wurden Themen wie Parken in der Ortsmitte, Schwerlastverkehr, Ausbau Seerundweg, Toiletten im Kunstgarten, Bahnsteigabsenkung oder Barrierefreiheit angesprochen. Derzeit seien in der Gemeinde an vier Standorten 42 Asylbewerber untergebracht. Stabl dankte für Helfer der Bürgerhilfe. Zum Thema Friedhof sagte der Bürgermeister, dass kürzlich bei einer Besichtigungsfahrt Anregungen zu Urnen-Anlagen und alternativen Bestattungsformen gewonnen wurden. Dies werde im Gemeinderat noch beraten, so dass im Frühjahr 2016 die Maßnahmen umgesetzt werden könnten.

Bei der Ortskernsanierung muss vollständig neu in das städtebauliche Bewerbungsverfahren eingestiegen werden, um eine entsprechende Förderung zu erhalten. Der Kampf gegen die Blaualgen im Hammersee geht weiter. Ein Mittel sei der Einsatz von Ultraschall. Die Bibliothek erfreut sich weiter guten Zuspruch bei 5268 Ausleihen mit 409 Lesern. Die Weichselbrunner Brücke wurde saniert und der Seerundweg sei wieder begehbar. Ins Geoinformationssystem (GIS) wurde das Abwasserkataster abgeschlossen, die Bauleitplanung und Bebauungspläne digitalisiert.

Viele Bürgeranliegen

In den kommenden Jahren wird man rund 2,5 Mio. Euro aufbringen müssen, um die Wasserleitungen zu sanieren, die teilweise über 50 Jahre alt sind. Ab 2016 werden funkgesteuerte Ultraschallwasserzähler eingebaut. Beim Haushalt folgt Bodenwöhr konsequent den Kurs, notwendige Zukunftsinvestitionen zu tätigen und auch die Konsolidierung nicht außer Acht zu lassen. Bei der Feuerwehr werden nach und nach die Gerätehäuser saniert, 2016 ist Altenschwand an der Reihe.

In Altenschwand wird die GVS Meldau-Altenschwand ausgebaut. Die Straße von Neuenschwand nach Kölbldorf soll saniert werden. Auch in Taxöldern sind Maßnahmen wie Friedhof und Ortsstraße geplant. In Windmais und Erzhäuser läuft derzeit ein Flurneuordnungsverfahren. Wegen EDV-Arbeiten ist das Rathaus vom bis 20. November geschlossen.

Den zweite Teil der Bürgerversammlung, leitete 2. Bürgermeister Albert Krieger. Hier haben die Familien Blank, Lorenz und Strübin auf der Station in Altenschwand ihre Probleme mit dem Internet dargestellt. Alois Feldmeier sprach das "braune Wasser" im Bereich Sandfeld an. Stabl betonte, dass man die Leitung erst im Ortskern und die Schwandorfer Straße sanieren wolle. Es nütze wenig, wenn man irgendwo ein Leitungsstück ausbessert. Ein Bürger regte an, dass die Leitung aus richtig gespült werden sollten.

Das Pflaster im Ortskern weist Risse auf, man sollte hier die Gewährleistung nicht verfallen lassen. Auch die Parksituation sei immer noch unbefriedigend, wie Hans Wild betonte. Altbürgermeister Albert Bauer fand es unbefriedigend, dass nur eine zentrale Bürgerversammlung und nicht in allen Ortsteilen eine abgehalten wird. Er fand es schade, dass sich der Tourismusverein aufgelöst hat und fragte nach dessen Inventar (Plätte, Boote), dass der Gemeinde zugefallen ist. Die Boote werden hergerichtet, sicherte der Bürgermeister zu. Außerdem muss eine Wartefrist und der Vereinsauflösung gewahrt werden.

Der Radweg nach Neuenschwand wurde von Franz Zweck angesprochen. "Derzeit zu teuer, die Wasserleitung ist jetzt wichtiger", lautete die Antwort. Otto Eichinger bat um Hinweise auf die "Schmierer", die an fünf Stellen in der Gemeinde ihre "Spraykünste" hinterlassen haben.
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