Mit Briefmarken helfen

Petra Lutter (links), Vorsitzende der Kolpingfamilie Bodenwöhr, übergab an Diözesanvorsitzenden Heinz Süss und dessen Ehefrau Gertraud die Briefmarken, die in den Kirchen bislang abgegeben wurden. Pfarrer Johann Trescher (rechts) freut das Engagement seiner Kolpingfamilie. Bild: Schieder
Lokales
Bodenwöhr
01.10.2015
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"Verantwortlich leben - solidarisch handeln": Dieser Leitgedanke von Kolping prägt die Arbeit der Ortsgruppen. Im Mittelpunkt vieler Aktionen stehen bessere Lebensbedingungen in Ländern, wo es den Menschen am Elementarsten fehlt. Dabei spielt die Briefmarke eine Rolle.

Die Kolpingfamilie Bodenwöhr beteiligt sich seit geraumer Zeit am Sammeln von Brillen und Briefmarken. Im Jahr 2003 wurde die Aktion "Briefmarken sammeln - Ausbildung ermöglichen" vom Diözesanvorsitzendem Heinz Süss, damals noch Bezirksvorsitzender des Kolpingwerkes im Bezirksverband Schwandorf, ins Leben gerufen.

Alben gespendet

Erfolgreich, wie sich in den nachfolgenden Jahren zeigte: Denn das Sammelgebiet hat sich auf das Areal des Kolpingwerkes im Diözesanverband Regensburg ausgeweitet. Die Aktion wird von der Sozial- und Entwicklungshilfe des Internationalen Kolpingwerkes abgewickelt. In Boxen, die sowohl in der Pfarrkirche St. Barbara als auch in der Marienkirche in Blechhammer zu finden sind, werden die Briefmarken gesammelt.

Doch dabei blieb es nicht: Kürzlich wurden einige Briefmarkenalben dort abgegeben, die diesem guten Zweck zugeführt werden sollen - nach dem Willen des Spenders, der anonym bleiben möchte. Heinz Süss kam mit seiner Frau Gertraud, um die Briefmarken aus den Händen von Ortsvorsitzendem Petra Lutter im Beisein von Pfarrer Johann Trescher in Empfang zu nehmen.

4,24 Millionen Marken

Der Diözesanvorsitzende berichtete, dass pro Kilo sortierter Briefmarken ein Preis von 20 Euro erzielt werde. "Mühsam werden die eingehenden Sammelstücke vor allem unermüdlich von Gertraud Süss gezielt unter Berücksichtigung der Stempel ausgeschnitten und nach Dauerserie, Sonder- und Auslandsmarken sortiert", lobte Süss seine Frau. Wenn "Hochbetrieb" herrsche, sehr große Mengen an Marken geliefert würden, könnten die beiden auf die vielen fleißigen Hände der Kolpingfamilie Schwarzenfeld zählen. "So konnten seit 2003 bis zum heutigen Tag 683 284 Kilo Briefmarken gesammelt werden. Das sind 13,66 Zentner oder 4,24 Millionen Marken", drückte Süss den Erfolg in Zahlen aus.

Mit dem daraus resultierenden Reinerlös in Höhe von 13 680 Euro konnte bisher 277 Personen eine Berufsausbildung in Indien, Tansania oder Brasilien ermöglicht werden. "Geld, das normalerweise im Papierkorb landet", so Süss. Der jährliche Erlös im Bundesgebiet betrage 17 000 Euro. Helfen können alle, die früher Briefmarken gesammelt haben, dieses Hobby nicht mehr betreiben und die Marken für diese Aktion zur Verfügung stellen möchten.

Daneben können auch Briefmarken aus der täglichen Post, im Büro, in der Pfarrgemeinde oder zu Hause in den Kirchen in Bodenwöhr oder direkt an Gertraud und Heinz Süss, Benz-Straße 6, 92 421 Schwandorf gesandt werden. "Wir danken für Ihre Unterstützung, wir sind für jede Marke dankbar", so Heinz Süss.
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