Offenheit als Ziel

Für ihre Treue zur Marianischen Männerkongregation wurden Georg Reiger (60 Jahre), Obmann Franz Dirmaier (50) und Alfons Dickert (50) von Zentralpräses Pater Josef Schwemmer (vorne, von links) und Obmann Siegfried Neumeier (hinten, ganz links) geehrt, außerdem Peter Hartinger (40), Albert Schafbauer (40) und Präses Pfarrer Johann Trescher (50 Jahre; hinten, von links). Foto: ins
Lokales
Bodenwöhr
12.03.2015
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Wenn die Zugehörigkeit zu einem Grüppchen stärker werde als die Zugehörigkeit zur Kirche oder zu Christus selbst, sei dies nicht gut. Mit der Zeit werde diese Krankheit zu einem Krebs und knechte die Mitglieder. Die MMC solle kein Grüppchen sein, hieß es: "Sie ist offen für alle."

Die Sodalen der Marianischen Männerkongregationen von Bodenwöhr und Alten-/Neuenschwand trafen sich am Donnerstag zum jährlichen Konvent mit Zentralpräses Pater Josef Schwemmer aus Cham. Um die Termine für den Präses zu verringern, hielt man den Konvent erstmalig für beide Gruppen gemeinsam. In Zukunft werden die beiden Kongregationen den gemeinsamen Konvent beibehalten und ihn abwechselnden halten.

Eine Premiere

Zum eucharistischen Teil traf man sich in der Pfarrkirche zur gemeinsamen Messfeier, die Zentralpräses Schwemmer zusammen mit Pfarrer Johann Trescher zelebrierte. Danach versammelte man sich im Pfarrheim zum Konvent, wo der Bodenwöhrer Obmann Siegfried Neumeier neben den beiden Geistlichen auch Sodalen aus Alten- und Neuenschwand zu dieser gemeinsamen Premiere begrüßte. Den verstorbenen Sodalen dann wurde im Gebet gedacht. Er gab einen kurzen Abriss vom abgelaufenen Jahr. Die Bodenwöhrer MMC zählt 29 und die von Alten-/Neuenschwand 59 Sodalen.

Präses Josef Schwemmer freute sich, dass man sich zu diesem gemeinsamen Konvent entschlossen habe. Als Zentralpräses ist er dankbar, wenn so die Terminflut für ihn weniger werde, da Cham der größte Bereich der MMC im Bistum ist.

Bekanntes Gemälde

In der Aussprache befasste sich der Zentralpräses mit Gedanken von Papst Franziskus. Nach Auslieferung der letzten Sodalen-Post hat man erfahren, dass der Papst der "Knotenlöserin" bei seinem Deutschland-Aufenthalt 1986 begegnet ist. "Es gab eine Menge Knoten, die die Jungfrau Maria für Jorge Mario Bergoglio lösen konnte", sagte Pater Schwemmer.

Er brachte eine Postkarte des Augsburger Gemäldes mit und den Menschen in seinem Heimatland wuchs die Darstellung ans Herz. In der Vorortkirche von San José del Talar in Buenos Aires findet sich die Reproduktion. "Die Kopie hat es zu größerer Berühmtheit gebracht als das Original".

Die Gefahr der geschlossenen Kreise und der Zugehörigkeit zu Grüppchen war ein weiterer Punkt. Wenn die Zugehörigkeit zum Grüppchen stärker wird als die Zugehörigkeit zum Leib oder zu Christus selbst, ist dies nicht gut. Mit der Zeit wird diese Krankheit zum Krebs und knechte die Mitglieder. Die MMC soll kein Grüppchen sein, sondern offen für alle, unterstrich der Zentralpräses.

Pfarrer Johann Trescher freute sich, dass von den beiden MMC-Gruppen zu gleichen Teilen an diesem Konvent teilnehmen. Bei getrennten Veranstaltungen seien es über nur wenige, so aber ist man doch eine ansehnliche Zahl und es ist gemeinsam doch interessanter.

Urkunde überreicht

Er dankte der MMC-Mitgliedern für ihre vielfältigen Dienste in den Pfarreien und überreichte an Albert Schafbauer die Urkunde zur Verlängerung seiner Tätigkeit als Kommunionhelfer.

Das Hauptfest in Cham findet am 17. Mai statt, wenn Weihbischof Pappenberger als Festprediger auftreten wird.
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