Restaurierungsarbeiten abgeschlossen - Festgottesdienst
Segen für die Koloman-Kapelle

Lokales
Bodenwöhr
11.10.2014
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Für die Warmersdorfer steht am Wochenende ein Großereignis an: Die restaurierte Koloman-Kapelle wird bei einem Festgottesdienst durch Pfarrer Johann Trescher gesegnet. Daran beteiligen sich die Vereine aus Alten- und Neuenschwand, die vom Festzelt in Warmersdorf in einem Festzug zur Kapelle ziehen. Der Abmarsch erfolgt am Sonntag um 9.30 Uhr. Am Samstag und Sonntag wird auch die "Erplkirwa" gefeiert.

Anlässlich des Festgottesdienstes und der Festversammlung zum Abschluss der Renovierungsarbeiten an der Kapelle liegt auch das Goldene Buch der Gemeinde zur Eintragung auf. In aller Kürze halten die Eintragungen zu den Jahren 1012 bis und 1014 in den Annalen des Klosters Melk, wo Koloman begraben liegt, die Abfolge der Ereignisse fest: Der selige (beatus) Koloman wurde in Stockerau gemartert und gehenkt (1012), der selige ( beatus ) Koloman wurde an eben diesem Ort begraben (1013) und der heilige (sanctus ) Koloman wurde von Megingaud, Bischof von Eichstätt, in Melk begraben (1014).

Vor 1000 Jahren wurde der Leichnam des Heiligen in die Babenberger-Residenz Melk überführt. Jahrhundertelang wurde er als Landespatron Österreichs verehrt. Er soll ein irischer Königssohn gewesen sein. Auf der Pilgerfahrt nach Jerusalem wurde er in Stockerau 1012 als Spion verdächtigt, gefoltert und hingerichtet. In Warmersdorf hat ihm ein Bauer eine Kapelle errichtet, versprochen nach einem Unglück. Diese wurde erweitert und entwickelte sich im Spätmittelalter zu einer Wallfahrt. Über die Jahrhunderte hinweg wurde die Kapelle gepflegt und erhalten. Der Gemeinderat setzte die Sanierung der Kapelle St. Koloman auf die Agenda, insbesondere um auch das 1000-jährige Jubiläum seiner Überführung mit dem Abschluss der Sanierung feiern zu können. Unter der Planung des Architekturbüros Andreas Hottner und Raimund Karl vom Denkmalamt wurden die entsprechenden Vorarbeiten geleistet.

Viele Warmersdorfer wollten mithelfen. Dazu gab es im Hause von Josef Reiger bereits vor der Entscheidung im Gemeinderat im September 2013 die erste Runde mit Architekt Georg Köppl. Schnell konnte geklärt werden, welche Eigenleistungen die Warmersdorfer erbringen. Und sie haben Wort gehalten. Die Kosten wurden auf rund 445 000 Euro geschätzt. 95 000 Euro konnten eingespart werden, die Eigenleistung der Warmersdorfer brachte 22 000 Euro. Ein guter Grund, um den Abschluss der Restaurierung gebührend zu feiern, rechtzeitig zum Patrozinium am 13. Oktober .
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