Schimmel-Problem wieder akut

Siedlervorsitzende Monika Fischer (Mitte) begrüßte das neue Beiratsmitglied Anita Pöll und den Referenten, Baubiologen Reiner Bäumler. Bild: ins
Lokales
Bodenwöhr
08.04.2015
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Sie stehen auf Wunsch mit Rat und Tat zur Seite, was auch die Gemeindeverantwortlichen erfreut zur Kenntnis nehmen. Die Interessensvertretung der Mitglieder ist der zweite wichtige Aspekt im Vereinsleben der Siedler. In den Fokus rückt eine bauliche "Misere".

Bei der Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft Bodenwöhr stand zunächst der Rückblick auf dem Programm. Vorsitzende Monika Fischer übergab diesen Part - weil stimmlich angeschlagen - an ihren Stellvertreter Walter Hildwein.

Mitglieder versorgt

Er berichtete, dass die Siedler-Hütte und die Anlage auf Vordermann gebracht wurden. Gut besucht war der Kräuter-Shop mit Christine Ebenschwanger. Im Herbst erwanderten die Mitglieder den Waldlehrpfad, den Klaus Deutschländer wieder neu aufbereitet hat. Ein neuer Vertikutierer wurde angeschafft. Er wird an die Mitglieder verliehen. Auch eine Heizöl-Sammelbestellung wurde gestartet. Ein kleines Präsent gab es für die Austräger der Siedler-Zeitschrift. Walter Hildwein wird hier von Renate Mutschka abgelöst. Für Hermann Duscher hat man noch keinen Nachfolger.

Im Ausblick auf 2015 steht eine Kräuterwanderung auf dem Programm. Das Grillfest ist fest eingeplant und erstmals will man sich am Hammersee-Fest mit einer Weinlaube beteiligen. 141 Mitglieder zählt die Siedlergemeinschaft. Bei einer Nachwahl wurde Anita Pöll aus Erzhäuser als Beisitzerin gewählt. Zweiter Bürgermeister Albert Krieger bezeichnete die Siedler als eine aktive Gemeinschaft, bei der man auch sachliche und fachliche Beratung erhalte.

Problem wieder akut

Anschließend referierte Baubiologe Reiner Bäumler über die Ursachen und Bekämpfungsmöglichkeiten bei Schimmel. Schimmelpilzbelastungen in Gebäuden seien eines der häufigsten Umweltprobleme in Innenräumen. Ursachen von mikrobiellem Wachstum sind seinen Ausführungen zufolge Feuchtschäden durch Baumängel und unsachgemäß sanierte Wasserschäden. Immer häufiger sei ein ungenügender Wärmedämmstandard bei Altbausanierungen zu beobachten.Oft werde der natürliche Luftwechsel durch bauliche Veränderungen verringert. Mit der Einführung moderner Baustoffe schien das Problem des Schimmelpilzbefalls gelöst und geriet in Vergessenheit. Es zeichne sich jedoch ab, dass Umdenken nötig ist, denn gerade die modernen Baustoffe und Bauweisen sorgten dafür, dass dieses Problem heute wieder akut werde.
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