Symbolische Eröffnung der 40-tägigen Fastenzeit
Mit dem Aschekreuz zur Besinnung

Pfarrer Johann Trescher spendete den Gläubigen das Aschekreuz als Zeichen der eigenen Vergänglichkeit des Lebens. Bild: Schieder
Lokales
Bodenwöhr
20.02.2015
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Am Aschermittwoch beginnt die österliche Bußzeit, die allgemein als Fastenzeit bezeichnet wird. Nach dem bunten Treiben in der Faschingszeit sind die Katholiken aufgerufen, sich wieder auf sich selbst und ihr Leben zu besinnen.

Die Fastenzeit beschränke sich nicht darauf, auf ein paar Kilo zu verzichten, indem man seine Essgewohnheiten ändert, vermittelte Pfarrer Johann Trescher in den Gottesdiensten am Aschermittwoch. Der Verzicht auf Gewohnheiten, wie Fernseh-, Computer-, Handy-Konsum, auch auf Süßigkeiten oder bei den Erwachsenen auf Kaffee, diene dazu, sein Verhalten zu überdenken. Stärker in den Mittelpunkt rücken sollten das Beten und das Verhältnis zu seinen Mitmenschen.

Bereits am Nachmittag des Aschermittwochs war die Pfarrkirche St. Barbara voll mit Gläubigen, darunter auch sehr viele Kinder. "Was ist jetzt anders in der Kirche?", begann er ein Gespräch mit den jungen Christen. Die stellten ganz richtig fest, dass jetzt ein Kreuz auf dem Altar stehe, geschmückt mit fünf roten Nelken, die auf die fünf Wundmale Jesu hinweisen sollen. Ansonsten war der Blumenschmuck gewichen, damit auch die Augen fasten können. Das Hungertuch zieht bereits die Blicke der Kirchenbesucher auf sich. Und das Gewand des Priesters sowie der Ministranten trägt nun die Farbe Violett als Sinnbild für Umkehr und Buße.

Pfarrer Trescher lud zum Kirchenbesuch ein, vor allem zur Teilnahme an den Kreuzwegandachten. Die Kinder werden jeden Sonntag von ihm ein Bild zum Ausmalen bekommen, mit der österlichen Bußzeit als Thematik. Der Geistliche bezeichnete die Kirchenbesucher mit dem Aschekreuz auf der Stirn. Die Asche, die zuvor den kirchlichen Segen erhielt, stammt aus den Palmzweigen des österlichen Festes vom letzten Jahr. Auch in Neuenschwand fand die Messe statt, damit auch die Berufstätigen Gelegenheit hatten, mit ihrer österlichen Bußzeit zu beginnen.
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