Von Hightech beeindruckt

Logistik-Manager Michael Schlesinger (links) zeigte die Abläufe im Logistik-Zentrum auf. Landrat Thomas Ebeling, Geschäftsführer Walter Geyer, Rudolf Reger von der regionalen Wirtschaftsförderung und zweiter Bürgermeister Albert Krieger (von links) verfolgten die Ausführungen und Vorgänge aufmerksam. Bilder: Schieder (2)
Lokales
Bodenwöhr
24.02.2015
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Das neue Logistikzentrum zur europaweiten Belieferung von Großkunden stieß bei den Gästen auf besonderes Interesse. Zudem erfuhren sie, dass der Betrieb auf drei Säulen basiert. Großes Augenmerk wird im Werk auch auf die Ausbildung gelegt.

Landrat Thomas Ebeling setzte seine Reihe von Firmenbesuchen in Bodenwöhr fort. Er informierte sich gemeinsam mit Rudolf Reger, Abteilung Wirtschaftsförderung der Regierung der Oberpfalz und Ansprechpartner für den Landkreis Schwandorf sowie stellvertretenden Bürgermeister Albert Krieger, umfassend über das Unternehmen Tremco Illbruck in Bodenwöhr-Blechhammer.

4000 Paletten

Im Fokus stand zunächst das modernste Gebäude von Tremco Illbruck in ganz Europa, das Logistikzentrum, das im Gewerbegebiet in Blechhammer entstand und im November 2013 seine Arbeit aufnahm. Geschäftsführer Walter Geyer hieß die Gäste vor dem zentralen Logistikzentrum zur europaweiten Belieferung von Großkunden willkommen. Logistik-Manager Michael Schlesinger erläuterte den Ablauf der angelieferten Ware, die Lagerung und den Versand zum Kunden. Das Logistikzentrum ist 13 Meter breit, 63 Meter lang und 28 Meter hoch und bietet Platz für über 4000 Paletten. Mit Staplern werde die Ware kommissioniert. So befinde sich an jedem Stellplatz auf den Regalen eine Nummer zum Scannen. Mittels Kommissionierung per Scanner am Computer und am Lagerplatz selbst sei es möglich, dass der Kunde seine Sendung in einer Komplettlieferung erhalte.

Die Technik, die von einem Oberpfälzer Unternehmen ausgetüftelt, hergestellt und installiert wurde, faszinierte. Landrat Thomas Ebeling freute sich darüber, dass es hier im Landkreis solche leistungsfähigen Unternehmen und Menschen gebe.

Eigene Qualitätsabteilung

Bei der anschließenden Firmenpräsentation in den Räumen des Produktionswerkes zeigte Geschäftsführer Walter Geyer die Entwicklung des Bodenwöhrer Unternehmens, von seinem Bau im Jahr 1982 bis zum heutigen Tag auf. Sukzessive wurde demnach der Betrieb mit weiteren Hallen erweitert. Im Jahr 2011 habe man sich dann entschlossen, ein Grundstück im neuen Industrie- und Gewerbegebiet zu kaufen, auf dem nun das europäische Logistikzentrum stehe. Das Bodenwöhrer Werk fuße auf drei Standbeinen mit der Produktion von imprägnierten Dichtbändern, Fensterfolien und Endlosprodukten (Rollen). Geyer schilderte den Imprägnier-Prozess. Bei den sogenannten Endlosprodukten handle es sich um Endlosdichtbänder mit kaschierten Schäumen, beispielsweise mit Vlies oder Alu für Industrieanwendungen.

Das Bodenwöhrer Werk verfüge über eine eigene Qualitätsabteilung, bei der die Produkte, aber auch bereits das eingehende Rohmaterial, geprüft würden. Darüber hinaus fänden Selbstversuche statt, beispielsweise mit Dauertests. Seit 1995 würden die Produkte von Tremco Illbruck der Freibewitterung ausgesetzt. Das Bodenwöhrer Werk sei zertifiziert im Bereich des Qualitätsmanagements, der Umwelt, des Arbeitsschutzes und Gesundheits- sowie des Energiemanagements, so Geyer.

Derzeit seien es 20 Auszubildende, die man möglichst am Standort halten möchte. Ausgebildet würden Industriekaufleute, Maschinenmechaniker und Anlagenführer. Landrat Thomas Ebeling dankte für den umfassenden Einblick. Vor allem das europäische Zentrallager habe ihn sehr beeindruckt. Bei Bedarf sagten sowohl er, als auch Rudolf Reger sowie zweiter Bürgermeister Albert Krieger, Hilfe und Unterstützung zu.
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