Zum Abschied auf den Thron

Rektorin Sieglinde Huber (Mitte) wurde verabschiedet. Bürgermeister Richard Stabl (von links), Pfarrer Johann Trescher, Fördervereinsvorsitzender Georg Hoffmann, Elternbeirat Holger Brockmann, leitender Schulamtsdirektor Georg Kick, Elternbeiratsvorsitzende Jara Diedrichs und stellvertretende Schulleiterin Renate Meier sagten ihr Dank. Verabschiedet wurde auch Elternbeirat Marion Bollwein (rechts). Bilder: sir (3)
Lokales
Bodenwöhr
04.08.2015
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Rektorin Sieglinde Hubert wechselt in den Ruhestand. Im Kreis der Schulfamilie und zahlreicher Ehrengäste wurde sie mit einer Feier im Foyer der Hammerseehalle verabschiedet. Doch war es nicht alleine die Schulleiterin, die die Grundschule Bodenwöhr verlässt.

Die Rektorin geht - aber zunächst standen die Schüler nochmal im Mittelpunkt. Die erste und zweite Klasse erhielt Urkunden und Abzeichen für sportliche Leistungen aus den Händen von Lehrerin Renate Bayerl. Danach stand aber Rektorin Sieglinde im Blickpunkt, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Von ihrer Stellvertreterin Renate Meier wurde Sieglinde Hubert auf einem Thron geleitet.

Leitender Schulamtsdirektor Georg Kick ging auf die Evaluation an der Schule ein, wozu es eine Rektorin brauche, wie Sieglinde Huber sie ist: Konsequent im Unterricht und in der Erziehung, ehrlich, belastbar, innovativ, fachkompetent und loyal. In Fischbach, dann in Bodenwöhr und ein Jahr zugleich in Neukirchen-Balbini habe sie beste Leistung erbracht. Kick schilderte Hubers Werdegang. Das Abitur legte sie am Regental-Gymnasium Nittenau ab. Es folgte das Studium an der Uni Regensburg, die Lehramtsprüfung. Der Dienst führte Huber nach Nittenau Fischbach, Wackersdorf, Schwandorf-Kreuzberg, Bruck und Bodenwöhr. Mit einer Urkunde verabschiedete sie Kick offiziell in den Ruhestand, verbunden mit den besten Wünschen für den neuen Lebensabschnitt.

Mehr als Organisation

Bürgermeister Richard Stabl betonte, dass Schulleitung nicht nur ein Frage der Organisation sei. Vielmehr seien auch Innovation, Ideenreichtum, Überzeugungskraft, Durchsetzungsvermögen, Diplomatie und Einsatzbereitschaft gefragt. Sich der Bildung und Erziehung junger Menschen zu widmen, sei eine Aufgabe, die mit großer Verantwortung und großen Belastungen verbunden sei. Huber habe es stets vermocht, den Erwartungen von Schülern, Eltern, Schulaufsicht und Sachaufwandsträger gerecht zu werden.

"Sie haben Ihre Aufgabe an der Bodenwöhrer Grundschule darin gesehen, Weichen zu stellen, Begabungen zu fördern und Schüler wie Lehrer zu motivieren", sagte der Bürgermeister, der Huber für ihr unermüdliches Engagement dankte.

Elternbeiratsvorsitzende Jara Diedrichs dankte Sieglinde Huber für die gute Zusammenarbeit. Georg Hoffmann, Vorsitzender des Schulfördervereins, wies auf die großen Projekte hin, die man gemeinsam gestemmt habe. Eines davon sei der Kletterdrachen gewesen. Pfarrer Johann Trescher sagte, er freue sich, wenn an der Schule noch Werte vermittelt würden. Er dankte der Rektorin, den Kollegen und der Gemeinde. Der Ortsgeistliche sprach seinen Respekt und seine Anerkennung für diese Leistungen aus und dankte als Religionslehrer für das große Verständnis und die Rücksichtnahme auf seine Belange. Renate Meier sagte, Huber habe Spuren hinterlassen: "Du wirst uns fehlen". Sieglinde Huber zeigte sich überwältigt angesichts der schönen Feier und den beeindruckenden Worten. Sie dankte ihrerseits allen, die sie hier in Bodenwöhr begleitet haben, angefangen von den "Putzfeen", über das Hausmeisterehepaar, dem Kollegium bis hin zur Gemeinde und dem Schulamt. Neben all den guten Worten freute sie sich über die einfallsreichen Präsente.

Lehrerinnen wechseln

Auch die Elternbeiräte Marion Bollwein, Holger Brockmann und Vorsitzende Jara Diedrichs wurden verabschiedet, weil ihre Kinder die Schule verließen. An anderen Schulen tätig sein werden Katrin Kolbeck, die seit Frühjahr als mobile Reserve fungierte, Anna Burger (seit zwei Jahren in Bodenwöhr) sowie Kerstin Falkner, die ein Jahr lang die musische Ausbildung übernommen hatte. Ein buntes Programm lockerte die Atmosphäre auf - denn bei vielen war die Wehmut über den Abschied der Schulleiterin zu spüren. Instrumentalmusik, Gedichte und Lieder sowie ein Tanz, die Kinder zeigten, dass auch das musische Element an der Schule nicht zu kurz kommt.
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