Bürgermeister Richard Stabl freut sich über Zuschlag für ZMS-Projekt
Kein weiterer Schwerverkehr

Im Bodenwöhrer Industriegebiet plant der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf eine "Vorschaltanlage" zu erreichten - eine rund 12-Millionen-Investition. Bild: doz
Politik
Bodenwöhr
24.01.2016
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Bürgermeister Richard Stabl äußert sich positiv zu den Plänen des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf (ZMS) im Industriegebiet Bodenwöhr. Gleichwohl gelte es, die Belange des Umweltschutzes und des Tourismus zu beachten.

Der ZMS plant, im Industriegebiet eine "Vorschaltanlage" zu errichten, in der Wertstoffe aus Sperr- und Gewerbemüll gewonnen werden sollen. Von rund 12 Millionen Investitionssumme ist die Rede (wir berichteten). Bürgermeister Richard Stabl reagierte am Freitag auf die Berichterstattung mit einer Pressemitteilung.

"Prinzipiell gute Sache"


"Die Gemeinde Bodenwöhr freut sich zunächst, dass sie den Zuschlag für das Projekt erhalten hat. Wertstoff-Recycling ist aktiver Beitrag zum Umweltschutz, daher halte ich die Vorschaltanlage prinzipiell für eine gute Sache". Gleichwohl gehe es zum jetzigen Zeitpunkt erst um Grundstücks- und infrastrukturelle Fragen. Das Genehmigungsverfahren für die Anlage habe noch nicht einmal begonnen. Zunächst wolle der ZMS die Grundstücke erwerben. Entsprechend belastbare Aussagen über die Genehmigungsfähigkeit der Vorschaltanlage und des Logistiksystems seien noch zu treffen. " Der Gemeinderat Bodenwöhr hat bereits den Verkauf von mehreren Teilflächen an die ZMS entschieden", schreibt Stabl.

Ein Pluspunkt für Bodenwöhr sei die Gleisanbindung. Das ehemalige Industriegleis zum Bahnhof Blechhammer (Bodenwöhr-Nord) könnte laut Stabl im Zuge der Maßnahme durch den ZMS wieder hergestellt werden.

Der ZMS brauche für die Maßnahme selbst 1,8 Hektar Fläche, zuzüglich einer Option auf weitere Flächen. Die alte Gleistrasse weise eine Fläche von 26 000 Quadratmetern auf. Im Industriegebiet Blechhammer seien noch 8,3 Hektar frei. Die Sortierung des Gewerbe- und Sperrmülls soll laut Stabl in zwölf Meter langen Hallen erfolgen. Die Ostbayerische Verwertungs- und Energieerzeugungsgesellschaft mbh (OVEG, eine Tochtergesellschaft des ZMS) werde in Bodenwöhr Betreiber dieser Anlage.

Infos für Gemeinderäte


Die Anlieferung des Mülls solle über grüne Transportcontainer über die alte Bahnlinie und etwa drei Lkw pro Tag erfolgen. "Die Verantwortlichen vom ZMS haben mir fest zugesichert, dass der Lieferverkehr ausschließlich über die B 85 und die SAD 14 erfolgen wird, so dass wir keinen zusätzlichen Schwerlastverkehr durch den Ortskern erdulden müssen", schreibt Stabl.

"Für uns ist es wichtig, dass bei der Vorbereitung, dem Bau und dem nachfolgenden Betrieb alle Regularien des Umweltschutzes eingehalten werden, da wir Tourismusort sind und gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern die Verpflichtung haben, die Wohnqualität zu erhalten", so Stabl. Die Gemeinderäte werden laut Stabl Anfang Februar über die Planungen und das weitere Vorgehen von der ZMS informiert.
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