Ehrungen bei der CSU
Hoffen auf Investitionsprogramm

Diese treuen Mitglieder der CSU Bodenwöhr erhielten eine besondere Auszeichnung, überreicht von Vorsitzendem Georg Hoffmann (links) und Landrat Thomas Ebeling (rechts). Bild: sir
Politik
Bodenwöhr
18.04.2016
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Ehrungen für langjährige Mitglieder sind Anlass, in Erinnerungen zu schwelgen. Bei der Versammlung des CSU-Ortsverbandes Bodenwöhr wurde zunächst die jüngste Vergangenheit beleuchtet, ehe die Aufmerksamkeit auf frühere Machtverhältnisse und Ereignisse gelenkt wurde.

Albin Hüttl gehört seit 50 Jahren der CSU Bodenwöhr an. Dafür wurde er mit der Goldenen Ehrennadel mit Edelstein geehrt. Altbürgermeister Albert Bauer konnte die Ehrenraute in Silber für besondere Verdienste im Kreisverband und für seine Tätigkeit im Gemeinderat entgegennehmen. Hüttl berichtete von der Arbeit damals im Gemeinderat unter der Ägide von Bürgermeister Josef Wiendl, von vielen nur "Bua-Sepp" genannt. An Brisanz gewann die Zeit der geplanten WAA im Forst bei Taxöldern. Hier meldete sich auch Albert Bauer zu Wort. Er sei damals dabei gewesen, als formuliert worden war, dass "die Gewerbesteuer nach Bodenwöhr geht". Allerdings sei die WAA nie gebaut und nie in Betrieb gegangen. Bodenwöhr sei dann leer ausgegangen.

Treue CSUler


Über weitere Ehrungen freuten sich Konrad Maier, Franz Stowasser und Herbert Mück. Für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten sie die Ehrennadel in Gold. Auf 35 Jahre bringen es Johann Deinfelder und Michael Kraus. Seit 30 Jahren gehört Josef Groß dem Ortsverband an, seit zehn Jahren Markus Baer.

Ortsvorsitzender Georg Hoffmann sagte, aktuell seien es 53 Mitglieder. 15 Fraktions- und sieben Vorstandssitzungen umfassen den Berichtszeitraum. Hoffmann sprach zwar von einem Jahr mit sehr schwierigen und wenig erfreulichen Themen, aber es habe auch Spaß gemacht. Drei Mitglieder haben im Kloster Banz einen Kommunallehrgang besucht und sich in die Gemeindearbeit eingearbeitet. Der Gemeinderat sei in Ettmannsdorf in Klausur gegangen. Neuwahlen, Schafkopfkurs, der Besuch von verschiedenen Unternehmen, ein Vortrag von Ministerin Emilia Müller, ein Vereinsausflug, die Wahlen zum Kreisvorstand - der Terminkalender der CSU Bodenwöhr war gutgefüllt.

Hinzu kam eine "ernüchternde" Veranstaltung zum Schwerverkehr. Die Zusammenarbeit im Gemeinderat sei trotz harter Diskussionen gut. Die Beschlüsse würden mehrheitlich oder einstimmig gefasst. Er mache trotzdem eine neue Tendenz aus, so Hoffmann, die Arbeit im Hintergrund. Dies mache in der Öffentlichkeit kein gutes Bild. Die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister nannte er ausbaufähig. Als Dritter Bürgermeister werde er kaum eingebunden. "Daran müssen wir noch arbeiten."

Aus dem Gemeinderat


Anstelle des verhinderten Fraktionssprechers Walter Spirk berichtete Gemeinderat Randolf Alesch von der Arbeit im Gremium. Der Bürgermeister habe nicht mehr den Rückhalt in seiner Partei. Alois Feldmeier sei als Vorsitzender der Bürgerliste zurückgetreten. Alesch ging auch auf den Rathausneubau ein, der für das Kommunale Investitionsprogramm (KPI) gemeldet worden sei.

Billiges Ticket


Landrat Thomas Ebeling thematisierte das verbilligte RVV-Ticket, in das der Bahnhof Bodenwöhr einbezogen sei, und die Flüchtlingsproblematik, die wegen des Schließems der Balkanroute genau zu beobachten sei. Beim kommunalen Investitionsprogramm (KIP) müsse er die Erwartungen dämpfen. Die Wahl der Delegierten für die Bundestagswahl ergab folgendes Ergebnis: Georg Hoffmann, Albert Bauer, Paul Burger, Walter Spirk. Ersatzdelegierte sind Hans Wild, Aydin Bozlagan, Johannes Gleixner und Harald Bauer.
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