Gemeinderat fasst einstimmige Beschlüsse
Einigkeit im Gremium

Mit dem Baugebiet "Klause-Ludwigsheide" beschäftigte sich der Gemeinderat eingehend in seiner Sitzung am Mittwochabend. Bild: sir
Politik
Bodenwöhr
15.04.2016
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Das Gremium fasste alle Beschlüsse bei der Gemeinderatssitzung einstimmig. Die Änderungen von Flächennutzungs- sowie Bebauungsplänen nahmen den Hauptteil der Versammlung am Mittwoch ein.

Als erster Tagesordnungspunkt war die Änderung des Flächennutzungsplans, genauer gesagt des Änderungsbeschlusses zur Rücknahme von Wohnbauflächen, aufgeführt. Für die gesamte Gemeinde gibt es ein sogenanntes Flächenmanagement. Dabei sind 192 Potenzialflächen (insgesamt 37,35 Hektar) ermittelt worden. Die Eigentümer dieser Grundstücke sind laut Bürgermeister Richard Stabl angeschrieben worden. Der Rücklauf betrug 40 Prozent.

Eine Auswertung bildet die Grundlage dafür, tatsächlich nicht mehr benötigte oder anders genutzte Wohnbauflächen in den Ortsteilen Alten- und Neuenschwand, Pingarten, Taxödern, Windmais und Erzhäuser zurückzunehmen. Das ermöglicht laut Stabl eine bedarfsgerechte, baulichen Entwicklung der Gemeinde. Die Räte stimmten geschlossen für diese Vorgehensweise.

Ausgleichsflächen nötig


Sie votierten auch für die Änderung des Flächennutzungsplans "Klause-Ludwigsheide". Klaus-Peter Fels vom Ingenieurbüro Trossmann & Partner erläuterte, dass es sich dabei um eine Ergänzung von zwei Punkten handle. Konkret um die Bauflächen-Bilanzierung und die Grünordnung beziehungsweise den Umweltbericht. Für Eingriffe in die Landschaft und in die Natur müssten Ausgleichsflächen geschaffen werden, erklärte der Experte.

Auch der Bebauungsplan "Klause-Ludwigsheide" bedurfte einer Änderung. Der Abstand des Gebietes zum Wald beträgt etwa 15 bis 20 Meter. Das Wasserwirtschaftsamt hatte festgelegt, dass die Bauherren darauf hinzuweisen seien, dass ihre Grundstücke im Wassereinzugsgebiet liegen, also einer Schutzzone. Wegen der Hanglage biete es sich an, diese durch entsprechende Mauern abzufangen. Die Gemeinderäte setzten Wandhöhen und Dachneigungen fest.

Gebaut werden können Einzel- und Einzeldoppelhäuser. Vorgesehen ist laut Fels ein Mischsystem. Auf Nachfrage erklärte er, dass die Berechnung des Kanals die entstehende Versiegelung berücksichtige und ausreichend sei. Weil Diskussionen aufkamen, erklärte Bürgermeister Stabl, dass man vorab klären wolle, ob man einem Misch- oder Trennsystem den Vorzug geben soll. Das wurde so auch in die Beschlussfassung aufgenommen. Geschäftsleiter Otto Eichinger sprach die Abtrennung zum Campingplatz an. Hier soll eine einheitlich gepflanzte Hecke die Abgrenzung sichern.

Alle Bauanträge genehmigt


Außerdem beschäftigte sich das Gremium mit einer Reihe von Bauanträgen, die alle positiv beschieden wurden. Ein Bauherr in Bodenwöhr darf eine Dachgaube bauen und eine Umnutzung des Dachgeschosses zu einer Wohnung vornehmen. Im Blaubeerwald kann eine Bauwerberin ein Wohnhaus an den bestehenden Turm anbauen. Nichts einzuwenden gab es bei der Nutzungsänderung eines ehemaligen Getränkeabholmarkts in eine Werkstatt mit zwei CNC-Fräsmaschinen in Erzhäuser. In Pingarten entsteht ein Einfamilienhaus mit zwei Doppelgaragen. Gemeinderat Andreas Seitz hatte als persönlich Betroffener nicht mitgestimmt.

Der Gemeinderat beschloss, die Gemeindeverbindungsstraße (GVS Mühlweg) von der Staatsstraße 2398 bis zum Ortseingang Windmais für die öffentliche Nutzung zu widmen. Alois Feldmeier (BLB) stellte den Antrag, dass die Gemeinderäte bis zur nächsten oder übernächsten Gemeinderatssitzung einen Abstimmungsbeschluss vorbereiten sollen. Dabei geht es darum, dass die weiteren Entscheidungen über eine Wieder- oder Neuaufnahme bezüglich der Genehmigung des Baugebietes Sulzbachtal durch einen Bürgerentscheid herbeigeführt werden soll. Stabl antwortete, dass er das zur Kenntnis nehme.
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