Gemeinderat in Bodenwöhr
Einigkeit trotz viel Diskussion

Die Gemeinderäte beschlossen die Änderung des Flächennutzungs- sowie Bebauungsplans im Industriegebiet Blechhammer. Bild: doz
Politik
Bodenwöhr
26.02.2016
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Die Gemeinderäte beschlossen die Änderung des Flächennutzungs- sowie Bebauungsplans im Industriegebiet Blechhammer. Bild: doz

Die Tagesordnung erwies sich als nicht sehr umfangreich. Indes, die einzelnen Punkte hatten es größtenteils in sich. Und so gestaltete sich die Gemeinderatssitzung am Mittwoch als abendfüllend. Die Beschlüsse fielen einstimmig.

Christine Pschorn vom Landschaftsarchitekturbüro Rembold stellte die überarbeitete Planung zur Gestaltung des Friedhofs und die Erweiterung vor. So sollen beim Kreuz, einem zentralen Punkt auf dem Friedhof, anonyme Bestattungen und die Bestattung von sogenannten Sternenkindern möglich sein. Die Kosten für die Parzellen belaufen sich auf rund 13 800 Euro brutto. Neben der Aussegnungshalle soll ein Urnenbestattungsfeld entstehen. Kosten: rund 80 500 Euro. Zudem ist eine Erweiterung des Friedhofs um 45 mal 85 Meter vorgesehen (Kosten: 262 700 Euro). Pschorn informierte zudem, dass auf dem Friedhof Andersgläubige bestattet werden können. Bei Muslimen sei die Ausrichtung nach Mekka wichtig.

Veranstaltung für Bürger


Der Gemeinderat nahm Kenntnis von dieser Planung. 2016 sollen die Elemente in Angriff genommen werden, 2017 die Erweiterung. Zur Festlegung von Detailmaßnahmen benennen die Fraktionen einen Beauftragten. In die Planung sollen die Pfarrei und der Seniorenbeirat eingebunden werden. Am Montag, 7. März, um 16 Uhr werden die Ergebnisse den Bürgern im Gasthof Jacob vorgestellt, erklärte Bürgermeister Richard Stabl.

Ein weiterer Punkt betraf die Erweiterung der Kinderkrippe. Georg Köppl vom Architekturbüro Hottner stellte die Planung vor. Die bestehende zweigruppige Kinderkrippe soll um weitere zwei Gruppen erweitert werden. Die Kosten liegen bei rund 768 000 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Fragen kamen bezüglich einer Photovoltaikanlage auf, die mit Nettokosten von rund 55 000 Euro zu Buche schlage. Stabl sagte, dass der Zuschuss für die Gesamtmaßnahme 430 000 Euro betrage. Das Gremium beschloss, die Photovoltaikanlage mit in die Planung aufzunehmen. Bei der nächsten Besprechung soll aufgearbeitet werden, ob sich diese Anschaffung lohnt. Das Gremium stimmte dem Umbau zu.

Außerdem ging es noch um die Erweiterung des Industriegebietes in Blechhammer. Hier beschlossen die Räte die Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans. In Bodenwöhr möchte ein Antragsteller in der Ludwigsheide eine Doppelgarage bauen. Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen dieses Ansinnen, allerdings empfahl es das Einholen der städtebaulichen Stellungnahme, da sich das Grundstück im Sanierungsgebiet befinde. Falls Bordsteinabsenkungen erforderlich sein sollten, seien die Kosten vom Antragssteller zu tragen. Ebenfalls in der Ludwigsheide soll eine Lkw-Unterstellhalle gebaut werden. Man kam überein, diesen Punkt zurückzustellen und eine Besichtigung vor Ort vorzunehmen. Keine Bedenken hatte der Gemeinderat beim Umbau des bestehenden Wohnhauses in ein Gästehaus und dem Ausbau des Dachgeschosses, ebenfalls in der Ludwigsheide. In Taxöldern darf der Antragsteller seine Güllegrube errichten.

Förderung für Breitband


Bei den zwei nächsten Tagesordnungspunkten ging es um die Flurneuordnung in Erzhäuser/Windmais. Kenntnis nahm das Gremium von der Planung und der Kostenberechnung zur Erneuerung der Wasserversorgungs-Hauptleitung. Zu den Kosten von 161 740,65 Euro kommen noch 14 821,33 Euro Baunebenkosten dazu. Die Mittel dafür seien im Haushalt 2016 einzuplanen. Auch der Breitbandausbau (Kosten: 19 500 Euro) fand Zustimmung.

Es wird noch geklärt, ob eine finanzielle Förderung möglich ist. Bei einer Versammlung zur Dorferneuerung Windmais-Erzhäuser sprach sich die Mehrheit der Anwesenden für einen Neubau der Brücke aus, erklärte der Bürgermeister. Die Kosten belaufen sich auf 150 000 Euro, wovon 50 Prozent gefördert werden.
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