Gemeinsam Schlagkraft gezeigt

Die Übungslage lautete "Wohnungsbrand", die Feuerwehren aus Bruck und Bodenwöhr rückten zum ehemaligen Forstmaschinenbetrieb an. Das Gelände erwies sich als ideal. Bilder: ins
Politik
Bodenwöhr
05.10.2015
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Die Feuerwehren aus Bodenwöhr und Bruck sind häufiger bei gemeinsam im Einsatz. Bei einer Übung am ehemaligen Forstbetrieb wurde an der Feinabstimmung gearbeitet

Die Aktionswoche bei den Feuerwehren ist zwar schon vorbei. Da aber die Bodenwöhrer Feuerwehr dazu keine eigene Übung in Planung hatte, haben sich die Kameraden aus Bodenwöhr und Bruck entschlossen, gemeinsam ihr Können zu testen. Hintergrund war auch, dass laut bestehender Alarmierungsplanung für die meisten Einsätze im Bereich Bruck und Bodenwöhr beide Wehren gemeinsam in den Einsatz geschickt werden. Die Übungslage am Freitagabend sah einen Wohnungsbrand vor. Zwei Personen mussten aus dem Gebäude gerettet werden. Eine gute Möglichkeit, dies zu trainieren, bot die Raiffeisenbank Bruck an, indem sie die Gebäude des alten Forstmaschinenbetriebs zur Verfügung stellte.

Gemischte Trupps

Nach der Alarmierung durch Kreisbrandmeister Heinrich Seltl über Digitalfunk und den entsprechenden Einsatzbefehl rückten die beiden Wehren mit je zwei Fahrzeugen an. Die Bodenwöhrer Wehr leistete den Erstangriff, stellte gleich Atemschutzträger und leuchtete den Einsatzort aus. Kurz danach war auch die Brucker Wehr eingetroffen und unterstützte den Erstangriff. Die Atemschutzträger drangen in das Gebäude ein und suchten die beiden Puppen, die die "Vermissteen" darstellten. Schnell waren die Opfer gefunden und geborgen, im Freien folgte die Erstversorgung. Weitere Einlage: Ein Atemschutzträger erlitt beim Einsatz einen Schwächeanfall. Also kam ein weiterer Trupp zum Einsatz, um dem Kameraden zu helfen.

Ziel der Übung war, das Zusammenspiel der Wehren Bruck und Bodenwöhr beim Brandeinsatz mit Menschenrettung in Verbindung mit Atemschutz unter möglichst realen Gegebenheiten sowie das Arbeiten mit Digitalfunk zu trainieren. Kreisbrandmeister Heinrich Seltl begrüßte bei der Nachbesprechung vor Ort auch die beiden Bürgermeister Richard Stabl und Hans Frankl, von der Raiffeisenbank Vorstand Franz Schießl und den ehrenamtlichen Vorstand Lorenz Breu.

Die Übung, so Seltl, sei bewusst vorher schon bekannt gegeben worden, um vielen Aktiven die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben. Die Fahrzeugbesatzungen erfüllten ihre Aufgaben. Die Entlüftung des Gebäudes wurde absichtlich erst am Ende vollzogen, so Seltl, um den Atemschutzträgern ein möglichst reales Übungsfeld zu bieten. Auch das gemeinsame Team der Atemschutzträger habe gut funktioniert.

Routine erarbeiten

Einsatzleiter Patrik Allen (Bruck) betonte, dass beide Wehren gut zusammengewirkt hätten. Durch die Übung solle die Zusammenarbeit eine gewisse Routine erhalten, auch bei den gemischten Trupps von Atemschutzträgern. Die Erste Hilfe durch die Jugend habe auch geklappt. Für die Bodenwöhrer Wehr lobte Peter Ziegler die Übungsarbeit der Aktiven.

Bürgermeister Richard Stabl dankte den Aktiven für die Teilnahme an der Übung, die auch den guten Ausbildungsstand der Wehren aufzeigte und der Raiffeisenbank für die Bereitstellung des Geländes. Wichtig seien die Erfahrungen mit dem Digitalfunk. Bürgermeister Hans Frankl sagte, dass die interkommunale Zusammenarbeit immer wichtiger werde, und bei der Feuerwehr bestens funktioniere. Abschließend lud Frankl dann die Akteure im Namen der Raiffeisenbank Bruck zu einer Brotzeit ins Brucker Gerätehaus ein.
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