Stellungnahme zum Schulverband Bruck-Bodenwöhr
Räte unterzeichnen Schreiben

Politik
Bodenwöhr
02.11.2016
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In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Gemeinderat Bodenwöhr mit dem Schulverband Bruck-Bodenwöhr. Die Räte und Bürgermeister Richard Stabl unterzeichneten eine Stellungnahme, die an die Brucker adressiert war.

Darin heißt es: "Wiederholt haben sich die Mitglieder unseres Gremiums mit den Konzepten an anderen Schulstandorten beschäftigt und Vergleiche angestellt. Wir stießen dabei auf die Mittelschule Neunburg v. W., die uns in vielen Punkten überzeugt." Das "durchdachte pädagogische Konzept" der Mittelschule Neunburg v. W. basiere auf den vier Säulen "Stark im Wissen", "Stark in der Person", "Stark für den Beruf" und "Stark mit Medien". Das Leitmotto der Mittelschule Neunburg v. W. "Fit für die Zukunft" stelle keine leere Floskel dar.

"Daneben zeichnet sich die Schule durch eine hervorragende Ausstattung mit moderner Bestuhlung, Laptop und Beamer in allen Klassen, mehreren Active-Boards, Dokumentenkameras und zahlreichen PC-Räumen aus." Außerdem pflege die Grundschule Bodenwöhr schon seit vielen Jahren einen guten Kontakt nach Neunburg v.W., indem die Schüler der 3. und 4. Klassen regelmäßig das Hallenbad für den Schwimmunterricht nutzen. "Der Schulverband Neunburg hat hier in den vergangenen Jahren großen Weitblick bewiesen und ständig investiert und modernisiert, um die Bildungseinrichtung auf dem aktuellen Stand der Zeit zu halten."

Lob für Neunburg v. W.


Besondere Bedeutung hat laut dem Schreiben für die Bodenwöhrer die Tatsache, dass das gesamte mögliche Angebot einer Mittelschule an einem Standort verfügbar ist.: Regelklassen, M-Zug, offener und gebundener Ganztag und Übergangsklasse inklusive einer modernen Mensa. "Nicht unerwähnt bleiben darf die unmittelbare Nähe zum Hallenbad und zur Sporthalle. Aufgrund des Linienbusverkehrs, den übrigens auch die Realschüler nutzen, besteht eine gute verkehrstechnische Anbindung der Gemeinde Bodenwöhr an die Stadt Neunburg v. W."

Mit Einführung des gebundenen Ganztags an der Mittelschule Neunburg v. W. im Jahr 2012 würden die Bodenwöhrer Kinder nicht nur in den Genuss des Ganztagsangebots kommen, sondern die Eltern könnten sich durch diese Einrichtung bewusst für diese "moderne, innovative, zukunftsorientierte und konzeptionell hervorragend aufgestellte Schule und einem nachhaltig operierenden Schulverband" entscheiden.

In der Stellungnahme heißt es: Nachdem mit dem Start der gebundenen Ganztagsklasse der erste Schüler aus Bodenwöhr an die Mittelschule Neunburg v. W. gewechselt sei, habe sich die Qualität dieser Bildungseinrichtung herumgesprochen. Bis zum Ende des Schuljahres 2015/16 wandten sich 29 Kinder aus der Gemeinde Bodenwöhr in Richtung Neunburg v. W. Von den Bodenwöhrer Grundschülern, die seit diesem Schuljahr 2016/17 die Mittelschule besuchen, hat sich der Großteil für die Mittelschule Neunburg v, W. entschieden. Somit besuchen aktuell knapp 40 Prozent der Bodenwöhrer Mittelschüler die Mittelschule Neunburg v. W.

"Uns plagen allerdings Hemmschuhe, die man mit einer Umsprengelung endlich aus dem Weg schaffen könnte. Bisher ist es Bodenwöhrer Kindern nur möglich, die Mittelschule Neunburg v. W. zu besuchen, indem sie sich für das Angebot der gebundenen Ganztagsklasse entscheiden." Es sei zwar ein hervorragendes Konzept, trotzdem gebe es Eltern, die ihre Kinder am Vormittag in die Obhut der Mittelschule Neunburg v. W. schicken wollen und sie am Nachmittag Zuhause betreuen wollen. Das sei in einem Gespräch mit Elternvertretern deutlich geworden. Ein Besuch der Regelklasse an der Mittelschule Neunburg v. W. sei aber wegen des Schulgesetzes für einen Bodenwöhrer Schüler nicht möglich. "Ein weiteres Problem besteht darin, dass ein Übertritt aus der Ganztagsklasse in den M-Zug für einen Bodenwöhrer Schüler bedeuten würde, in den Schulverbund Bruck-Nittenau wechseln zu müssen."

Um dies zu verhindern, würden manche Eltern diesen Übertritt in den M-Zug trotz entsprechender Leistungen und Voraussetzungen ihrer Kinder ablehnen. Da das bedeuten würde, den Schulstandort Neunburg v. W. verlassen zu müssen. "Hier sehen wir sogar das Recht unserer Kinder auf Bildungsfreiheit eingeschränkt. Die Mittelschule Neunburg v. W. ist dabei keinesfalls ein Luftschloss. Das beweist die Tatsache, dass in diesen vergangenen Jahren kein einziger Schüler der Mittelschule Neunburg v.W. den Rücken zugewandt hat und in den Schulsprengel Bruck-Nittenau zurückgekehrt ist."

Appell an die Brucker


Ende September stimmte der Gemeinderat Bodenwöhr für einen "Antrag auf Umsprengelung". Laut der Stellungnahme ist das als "logische Fortführung des Prozesses zu sehen, den die Eltern spätestens seit dem Jahr 2012 in Gang gesetzt haben". An die Brucker gerichtet schreibt das Bodenwöhrer Gremium: "Aus den genannten Gründen bitten wir Sie, die Entscheidungsträger des Marktes Bruck i. d. OPf., um Ihre Unterstützung. Wir hoffen und bitten die Kollegen aus dem Marktrat, dass sie nach Würdigung der dargestellten Argumente unsere Entscheidung verstehen und respektieren können. In unseren Köpfen hat diese Umsprengelung der Gemeinde Bodenwöhr zum Schulverband Neunburg v. W. bereits vor Jahren begonnen."

Bisher ist es Bodenwöhrer Kindern nur möglich, die Mittelschule Neunburg v. W. zu besuchen, indem sie sich für das Angebot der gebundenen Ganztagsklasse entscheiden.Ein Satz aus der Stellungnahme des Bodenwöhrer Gemeinderats
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