Feuerwehren begehen Florianstag
Ehrenamt „wie ein Teilzeitjob“

Die Blaskapelle führte den Festzug zur Hammerseehalle an. Bild: ins
Vermischtes
Bodenwöhr
10.05.2016
23
0

Gäbe es die freiwilligen Feuerwehren nicht, müsste der Landkreis zig Millionen Euro für hauptamtliche Kräfte locker machen. Deshalb rückten Verantwortliche das ehrenamtliche Engagement beim Florianstag in den Fokus.

Teilgenommen haben daran die zehn Feuerwehren aus den Gemeinden Bodenwöhr, Steinberg am See und Wackersdorf. Nach dem Eintreffen am Bodenwöhrer Gerätehaus zogen die Floriansjünger zur Pfarrkirche, wo ein festlicher Gottesdienst, den Pfarrer Johann Trescher zelebrierte, zu Ehren des Schutzpatrons der Feuerwehren gefeiert wurde. Musikalisch gestalteten die "Oberpfälzer Seenland-Musikanten" die Messe. Anschließend formierte sich der Festzug und marschierte zur Hammerseehalle, wo der weltliche Teil über die Bühne ging.

Als Gastgeber begrüßte Bodenwöhrs Feuerwehr-Vorsitzender Georg Lehner die Teilnehmer. In seiner Ansprache betonte er, dass man am ersten Wochenende im Mai seit Jahren ganz gezielt den Schutzpatron St. Florian in den Mittelpunkt stellt. Er freue sich, dass sich wieder so viele eingefunden haben, um gemeinsam im kirchlichen als auch im gesellschaftlichen Teil "unsere Stärke und Geschlossenheit" zu demonstrieren. Der Leitspruch "Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr" bringe die Verbindung von Kirche und Feuerwehr klar zum Ausdruck.

Lehner betonte, wie wertvoll eine freiwillige Feuerwehr sei. Alfons Weinzierl, Vorsitzender des LFV Bayern, stellte in der Zeitschrift "Florian Bayern" die Frage: "Wie wäre es ohne Freiwillige Feuerwehr?" Wenn die Leistungen durch hauptamtliche Kräfte erbracht werden müssten, würde das den Landkreis Schwandorf umgerechnet 50 Millionen Euro kosten. "Diese enorme, vielfach von außen nicht erkennbare ehrenamtliche Arbeit, bedarf besonderen Dank, Lob und Anerkennung."

Bürgermeister Richard Stabl sprach, auch im Namen seiner Amtskollegen aus Steinberg am See und Wackersdorf, den Feuerwehren höchste Anerkennung aus. Er sagte außerdem, dass die meisten Arbeitgeber Verständnis zeigen würden, wenn Mitarbeiter zu Einsätzen gerufen werden. Aber es werde immer schwieriger, da die Mitarbeiter nicht mehr so leicht abkömmlich sind. Kommandanten, Jugend- und Gerätewarte würden viele Stunden investieren.

Hinzu kämen Übungen, Schulungen und Einsätze, so dass das schon ein Teilzeitjob sei. Stabl forderte eine "Entstaubung" von Regularien, damit die Bürokratie weniger wird. Eine gut funktionierende Feuerwehr sei ein Garant für kompetente Hilfe.
Weitere Beiträge zu den Themen: Feuerwehr (1110)Florianstag (24)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.