Freundschaften sind wichtig – Inge Ernst und Gabi Schwarzfischer ziehen Bilanz
Über Jahrzehnte und viele Kilometer hinweg beständig

Gabi Schwarzfischer (links) und Inge Ernst verbindet die Liebe zur Kunst. (Foto: sir)
Vermischtes
Bodenwöhr
11.05.2016
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(sir)

Freundschaft. In Zeiten von Facebook, Instagram und Twitter wird dieses Wort mitunter überstrapaziert. Ja, warum nicht - ganz schnell wird da oft eine Freundschaftsanfrage bestätigt. Vielleicht auch, weil man den Bekannten nicht kränken möchte. Dieser Artikel beschäftigt sich allerdings mit einer ganz anderen Art von Freundschaft.

Viele Frauen sind beste Freundinnen. Die Gründe dafür sind individuell – und doch finden sich in allen Beziehungen Gemeinsamkeiten. Gleich, welchen Alters die Frauen sind oder wie lange die Freundschaft bereits besteht. Der Grundstein für lebenslange Freundschaften wird manchmal bereits im Kindergarten gelegt und die Verbindung überdauert dann Schulzeit, Ausbildung und familiäre Veränderungen. Doch das ist nicht die Regel. Es sind genau diese Veränderungen im persönlichen Lebensstil wie erste Liebe, Heirat, beruflicher Werdegang - alles eventuell mit einem Umzug verbunden-, die Freundschaften auf eine harte Probe stellen. Davon überzeugt sind Inge Ernst und Gabi Schwarzfischer, die beide einen großen Freundeskreis pflegen.

Beide verbindet die Liebe zur Kunst. Inge Ernst veranstaltet mehrtägige Ferienmalkurse für immer begeistert mitmachende Schulkinder, Gabi Schwarzfischer versprüht als Clown Hoppala gute Laune. Sie ist überall da, wo Kinder sich aufhalten - inklusive der Kinderabteilung im Krankenhaus.
Eine beste Freundin, ja, die gibt es, erzählt Inge Ernst. Diese Freundschaft währt bereits seit 20 Jahren und hat auch die Entfernung zwischen Nittenau und München überstanden. Nun wohnt die Freundin seit einiger Zeit wieder in ihrer Nähe. Beide verbindet die Liebe zur Kunst, insbesondere zur Malerei. Durch das Malen waren die beiden auch zusammengekommen.

Freundschaften muss man pflegen, meint Gabi Schwarzfischer. Sie schreibt gerne Briefe und Karten, die oft auch Gedichte enthalten. Offenheit ist die Voraussetzung für Freundschaft, da sind sich beide Frauen einig - auch wenn man sich dadurch verletzbar macht. Und Verschwiegenheit ist wichtig, das Gefühl der Vertrautheit und des sich Anvertrauens. Mit der Gewissheit, dass nichts ausgeplaudert wird. Sich etwas sagen lassen ohne beleidigt zu sein, auch das sollte unter Freunden möglich sein.

Doch auch negative Erfahrungen blieben nicht aus: Reaktionen, für die man eine Erklärung sucht, aber nicht findet, wie beispielsweise plötzliche Zurückweisung und Ablehnung. Manches bleibt auch nur an der Oberfläche, sagt Gabi Schwarzfischer. Auch die Erfahrung, ausgenützt zu werden kennen beide, vor allem, wenn die Freundschaft nur einseitig bleibt: Man gibt, aber es kommt nur sehr wenig zurück. Bei den echten Freundschaften aber sei das Gefühl da, stets füreinander da zu sein, sich vollkommen auf den anderen verlassen zu können.
Während Erwachsene eher den Takt wahren bei nicht geglückten Freundschaften, gehen Kinder meist sehr direkt vor. Die siebenjährige Lena Haberl erzählt, dass Sympathie umschlagen kann. Wenn sich das Nachbarsmädchen unfair beim Spielen verhält oder herabwürdigende Worte benutzt, dann ist es schnell aus mit der Freundschaft. Aber zum Glück gibt es noch viele andere Kinder, die man durch die Schule oder durch den Sport kennt und sehr gut leiden kann.

Auch für die neunjährige Franziska Faltermeier sind Freundinnen sehr wichtig. Doch gibt es auch Freunde, mit denen das burschikose Mädchen gut klarkommt. Egal, ob alt oder jung, Freundschaften bedeuten sehr viel, sind (lebens-)wichtig.
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