Krankenpflegeverein wählt neue Spitze

Pfarrer Johann Trescher (Dritter von links) und Heidi Pongratz (Dritte von rechts) stehen an der Spitze des Krankenpflegevereins Bodenwöhr. Als Revisor fungiert Albert Schafbauer (links), als Kassiererin Anneliese Stangl (Zweite von rechts), die damit Rita Kaiser (Zweite von links) ablöst. Beisitzerin ist Elfriede Wätzold (rechts).
Vermischtes
Bodenwöhr
25.01.2016
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Stabwechsel beim Krankenpflegeverein Bodenwöhr: Bei den Neuwahlen gab es an der Führungsspitze Neuerungen, in organisatorischer als auch personeller Hinsicht. Sorgen bereitet der Mitgliederschwund.

Pfarrer Johann Trescher und Heidi Pongratz stehen seit Donnerstagabend an der Spitze des Krankenpflegevereins Bodenwöhr - als gleichberechtigtes Team. Damit lösen sie Anneliese Stangl sowie Albert Schafbauer ab. Neben den Neuwahlen standen auch die Berichte des Vorstands auf der Tagesordnung, sowie ein Referat von Imker Alois Bauer aus Erzhäuser.

Anneliese Stangl und Kassier Rita Kaiser kündigten an, für ihre Posten nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Der Wunsch nach mehr Mitgliedern wurde laut, nachdem deren Zahl in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgehe. Grund hierfür sei, dass viele älteren Mitglieder sterben, so Stangl. Belief sich die Zahl der Mitgliedschaften im Jahr 2014 noch auf 207, seien es aktuell 180. Diese gliederten sich in 72 Einzel- und 108 Familien-Mitgliedschaften. "Jüngere sind willkommen", lautete der allgemeine Tenor.

Wertvoller Honig


In der gesetzlichen Pflegeversicherung gebe es Versorgungsdefizite. Eine Mitgliedschaft im Krankenpflegeverein könne diese abfedern, indem er mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln die Kosten der Pflege übernehme. Helga Schneeberger, stellvertretende Leiterin der Caritassozialstation Neunburg, verglich Zahlen. So lag die Zahl der Patienten in 2014 bei 32, 2015 bei 35. An Hausbesuchen seien im vergangenen Jahr 6 465 zu verzeichnen, 2014 waren es 4 034. 36 Pflegeeinsätze im Jahr 2015 stehen 38 (2014) gegenüber.

Wie wertvoll Honig, Blütenpollen, Propolis, Gelee Royale, Bienenwachs und sogar Bienengift für den Menschen sind, darüber referierte Imker Alois Bauer aus Erzhäuser. Nicht weniger als 180 Inhaltsstoffe wurden nachgewiesen. Der Fleiß der Bienen ist sprichwörtlich. Aus 1500 Nektar werde 500 Gramm Honig gewonnen. Dafür seien 30 000 Ausflüge und drei Millionen Blütenbesuche notwendig. Honig hilft, als Energiespender, der nicht belastet, trägt zur Wundheilung, zur Entgiftung der Leber bei, lindert Halsschmerzen, beruhigt, wirkt sich günstig auf den Herzmuskel aus und dient der Gesunderhaltung der Haut. Bauer empfahl, auf Qualität zu achten und die heimischen Imker zu unterstützen.

Stachel richtig ziehen


Lediglich 20 bis 25 Prozent des Bedarfs werden in Deutschland produziert, der Rest stammt aus EU- und Nicht-EU-Ländern. Blütenpollen bilden lebensnotwendige Bausteine für die Bienen und ihre Brut. Der Imker zweige selber etwas davon ab. Die getrockneten Pollen dienen der Nahrungsergänzung, wirken sich unter anderem positiv auf das Immunsystem aus, auf das physische und geistige Leistungsvermögen. Auch das Bienenwachs finde sich in einer ungeahnten Vielfalt wieder: in der Kosmetik, in der Pharmazie als Salben, in der Chemie als Lacke, bei Lebensmittel als Trennmittel, im Elektrobereich als Isolationsmaterial, in der Medizin mit gesundheitsfördernden Stoffen und in der Kunst in Batik, Kunstgießerei.

Bauer beleuchtete auch die positiven Seiten des Bienengifts (Apitoxin) im medizinischen Bereich. Ein Stich sei unangenehm und schmerzhaft. Bleibt ein Stachel in der Haut, handelt es sich tatsächlich um einen Bienenstich. Er riet, den Stachel seitlich mit dem Finger rauszuziehen und keinesfalls dabei den Stachel zu quetschen, da sonst das gesamte Gift in den Organismus gelange.

Pfarrer Johann Trescher dankte dem bisherigen Vorstand für die geleistete Arbeit und den guten Zusammenhalt. Ziel sei es, noch weitere Mitglieder zu finden. "Vergelt's Gott", sagte er auch für den informativen Vortrag. Heidi Pongratz schloss sich diesen Worten an.

NeuwahlenGleichberechtigte Vorsitzende : Pfarrer Johann Trescher und Heidi Pongratz

Kassiererin: Anneliese Stangl

Kassenprüfer: Herbert Mück und Albert Schafbauer

Schriftführer : Gusti Weindler

Beisitzerin : Elfriede Wätzold (sir)
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