Männergesangsverein bei Max Glöckl
Besuch aus der Heimat zum 90.

Max Glöckl (Mitte, sitzend) freute sich über den Besuch des Männergesangsvereins Bodenwöhr. Auch ein ehemaliger Schulkamerad und seine Frau besuchten Glöckl in Regensburg. Bild: ins
Vermischtes
Bodenwöhr
16.09.2016
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Pfarrer Max Glöckl feierte seinen 90. Geburtstag. Der Männergesangverein (MGV) machte sich deshalb nach Regensburg auf und gratulierte ihm mit einem Geburtstagsständchen. Denn seit 1975 ist Glöckl Mitglied beim MGV.

MGV-Vorsitzender Christian Lutter gratulierte mit den Sangesbrüdern und überbrachte auch die Glückwünsche vom Bodenwöhrer Bürgermeister Richard Stabl. Von der Pfarrei war Franz Singerer dabei. Bei einem gemütlichen Mittagessen plauderten die Gäste und Glöckl über alte Zeiten.

Einige Jahre in Spanien


Als erstes von sechs Kindern der Eheleute Max und Anna Glöckl wurde Max Glöckl 1926 in Bodenwöhr geboren. 1939 kam er in der Oberrealschule nach Freising. Wegen Beschlagnahme des Seminars der Pallotiner durch die Nazis im Herbst 1939 musste Glöckl in die Stadt umsiedeln. Zuerst nahm ihn eine Witwe auf, dann ein Uhrmacher, bei dem er in der Werkstatt mitarbeiten musste. 1944 wurde Glöckl zu den Gebirgsjägern eingezogen und nach Ungarn beordert. 1948 absolvierte er das Abitur und trat in das Noviziat der Gesellschaft vom Katholischen Apostolat in Untermerzenbach bei Bamberg ein. Max Glöckl studierte Philosophie und Theologie an der Universität in Schönstatt bei Koblenz und wurde am 25. Juli 1954 zum Priester geweiht.

Ab Ostern 1955 war Max Glöckl Spiritual am spanischen Kolleg im spanischen Molinar de Caranza. Zwei Jahre später folgte die Versetzung in das neu erbaute Kolleg Veguellina de Orbigo bei Leon. Im Herbst 1959 wurde er nach Deutschland zur Ausheilung zurückversetzt. Am 2. Dezember 1962 übernahm Glöckl die benachbarte Expositur Fuhrn und erteilte Religionsunterricht an der Landwirtschaftlichen Berufsschule in Neunburg vorm Wald. 1977 übernahm er die verwaiste Pfarrei Kemnath bei Fuhrn und zog 1985 auch dort hin. Von 1981 bis 1991 stand er als Dekan dem Kapitel Neunburg vorm Wald vor und 1984 erfolgte die Ernennung zum Bischöflich Geistlichen Rat durch Bischof Manfred. In den 29 Jahren Seelsorge in der Expositur mit der Filiale Taxöldern und später auch noch die Pfarrei Kemnath packte Glöckl eine Reihe von Kirchenrenovierungen an. Auch die beiden Pfarrhäuser wurden modernisiert.

Nach der langen, intensiven seelsorgerischen Tätigkeit trat Pfarrer Max Glöckl am 1. September 1991 in den Ruhestand, den er einige Zeit in Bad Griesbach verbrachte. 13 Jahre betreute er seelsorgerisch das Altenheim St. Elisabeth und hielt regelmäßig Gottesdienste im KWA-Stift Rottal. An Feiertagen und bei Erkrankungen der örtlichen Priester half er in den Pfarreien Bad Griesbach, Reutern und St. Salvator aus. Im Mai 2004 hat es Glöckl wieder in die Heimat gezogen, wo er einige Zeit bei seiner Schwester Rosa Braun wohnte und er auch in der Bodenwöhrer Pfarrkirche noch das Messopfer zelebrierte. Jetzt verbringt er seinen Lebensabend in Regensburg.
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