Neues Pfarrhaus eingeweiht
Feiertag für Pfarrgemeinde

Pfarrer Johann Trescher (am Pult) begrüßte mit den Ministranten die Gäste zur Einweihung des neuen Pfarrhauses. Für die Musik sorgten der Kirchenchor und Richard Hauser auf der Posaune. Bilder: ins (3)
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Bodenwöhr
02.03.2016
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Die Barbara-Statue, einst am alten Pfarrhof angebracht, fand einen neuen Platz und Domvikar Andreas Albert gab ihr den Segen.

"Dieser Tag soll in erster Linie ein Tag des Feierns, des Dankes und der Begegnung sein." Kirchenpfleger Karl Zwerenz nannte bei der Einweihung am Sonntag das neue Pfarrhaus der Gemeinde St. Barbara ein "zukunftsweisendes Projekt".

In knapp einem Jahr wurde das neue Pfarrhaus errichtet. Bis auf die Außenanlagen ist es fertig und Pfarrer Johann Trescher könnte einziehen. Doch sein voller Terminkalender lässt dies nicht gleich zu. "Es wird in den nächsten Wochen schon erfolgen", meinte er und fügte scherzhaft hinzu: "So müssen mich halt die Schwandner noch ertragen."

"Wir gehören zusammen"


Den Festgottesdienst in der Pfarrkirche gestalteten der Kirchenchor unter Leitung von Evi Blommer, an der Orgel Franz Stangl und Richard Hauser auf der Posaune. Domvikar Andreas Albert zelebrierte zusammen mit Pfarrer Johann Trescher. Trescher begrüßte den Mitbruder, alle am Bau tätigen Handwerker und Architekten, sowie die politische Gemeinde mit Bürgermeister Richard Stabl an der Spitze. In seiner Predigt griff Domvikar Albert das Evangelium auf, als der Herr eine n Feigenbaum fällen will, weil er keine Früchte trägt umhauen will. Doch der Verwalter bat um Aufschub und will den Baum noch ein Jahr pflegen. "Lieber Gott, auch die Pfarrei hat umgegraben", sagte er. Mit dem Pfarrhaus sei für die Zukunft gebaut worden. In Pfarreien ohne Seelsorger könne "nicht mehr umgegraben werden".

An die Gemeinde gewandt meinte er, dass sie mit ihren Anliegen und auch Forderungen zum Pfarrer kommen sollen. "Wir gehören zusammen und miteinander schaffen wir das, wenn wir den Glauben etwas wert sein lassen." In der österlichen Bußzeit solle man inne halten und sich einen Ruck geben. Das kleinste Detail trage zum Gelingen bei. "Wenn jeder seinen Beitrag leistet, würde der Glauben sich vermehren".

Nach dem Festgottesdienst ging's gemeinsam zum neuen Pfarrhaus. Pfarrer Johann Trescher erinnerte sich daran, als er sich um die Pfarrstelle bewarb und den alten Pfarrhof besichtigte, er habe zwei schlaflose Nächte verbracht. Wie sollte das funktionieren? Doch bald kam die Botschaft zum Neubau des Pfarrhauses. Da die Renovierung der Pfarrkirche anstand, verschob man den Neubau, da er in Neuenschwand eine gute Bleibe hatte. Pfarrer Trescher dankte seinen Vorgängern Josef Groß und Konrad Friedrich, die für den Pfarrhofneubau schon Rücklagen gebildet hatten.

Kirchenpfleger Karl Zwerenz erinnerte an das alte Pfarrhaus aus dem Jahr 1908. Viele Pfarrherren bewohnten dieses Gebäude. Bevor 2012 die beiden Pfarreien Bodenwöhr und Alten-/Neuenschwand zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammengelegt wurden, habe sich die Bodenwöhrer Kirchenverwaltung in einem Grundsatzbeschluss mit dem damaligen Pfarrer Konrad Friedrich geeinigt, nach dessen Ruhestand einen neuen Pfarrhof zu errichten.

Der Grundriss des alten Gebäudes konnte nach Einschätzung des Architekten Andreas Hottner die Vorgaben für einen zeitgemäßen Pfarrhof nicht erfüllen. Der Neubau bildet nun mit dem Pfarrheim ein Zentrum. Der freie Platz bis zur Schwandorfer Straße hin wird noch als Streuobstwiese gestaltet. Ein wahres Schmuckkästchen innerhalb Bodenwöhrs sei entstanden, "das hoffentlich für viele Generationen von Pfarrern eine Heimat bietet".

Platz für Patronin


Die Hl. Barbara als Patronin der Pfarrei hat an zentraler Stelle einen neuen Platz gefunden. Die Statue war einst am alten Pfarrhaus angebracht. Abschließend dankte Zwerenz besonders Ludwig Kaiser von der Kirchenverwaltung und Architekt Georg Köppl, der beratend den Bauherren zur Seite stand. So konnte auch der Finanzrahmen von rund 500 000 Euro bei 45 Prozent Zuschuss durch die Diözese eingehalten werden.

Brot und Salz


Bürgermeister Richard Stabl überreichte als Einzugsgeschenk einen Laib Brot und Salz. "Es soll unser aller Gemeinschaft, unser Wohlwollen und Dauer und Beständigkeit der Nachbarschaft, aber auch der Kommunikation und deren Beziehung ausdrücken." Architekt Andreas Hottner beschrieb das zweigeschossige Gebäude mit den Amtsräumen, dem Wohnbereich von Pfarrer und Haushälterin.

Im Untergeschoss misst es 108 qm, im Erdgeschoss mit 106 qm mit Amtszimmer, Besprechungsraum und Raum für einen Pastoralassistenten. Dass die Planer die Aufgabe gut gelöst haben davon konnten sich die Besucher dann am Nachmittag bei einer Besichtigung selbst ein Urteil bilden. Hottner überreichte an Pfarrer Johann Trescher symbolisch den Schlüssel für das neue Pfarrhaus. Den kirchlichen Segen spendete dann Domvikar Andreas Albert.
Unser neues Pfarrhaus liegt nun in Gottes Hand, der es beschützt vor Wasser und Brand, das alle, die hier gehen ein und aus, gerne wiederkommen, in dieses Haus. Das wünschen wir uns und so soll es sein, denn hier ziehen Glück und Frieden mit ein.Kirchenpfleger Karl Zwerenz
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