Nika (6) erzählt von den ersten Monaten als Schulkind
Rechnen ist eine tolle Sache

Nika ist stolz, ein Schulkind zu sein. (Foto: sir)
Vermischtes
Bodenwöhr
09.11.2016
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(Foto: sir)
(Ingrid Schieder)

Die Schultüte verschönert das Kinderzimmer, sie ist nunmehr Erinnerungsstück an den Eintritt in einen anderen wichtigen Lebensabschnitt. Schreib-, Rechen- und Arbeitshefte zieren nicht mehr alleine die Aufkleber mit dem Namen des Besitzers. Schlägt man sie auf, springen dem Betrachter bereits Buchstaben, Zahlen und Bilder ins Auge. Im September ist Nika Benkler sechs Jahre alt und damit schulpflichtig geworden.

Bereits an Weihnachten zuvor lagen dann Schulranzen und Schultüte unter dem Christbaum. Schulpflicht, doch was heißt das genau? Wie sieht die Schülerin ihren nun ganz anders gestalteten Alltag? Ist alles nur reine Pflicht oder macht die Schule Spaß? Nun, es ist von allem ein bisschen etwas, gewährt uns die Erstklässlerin einen Einblick in ihren Schulalltag. Außerdem erzählt sie von der Zeit, als sie noch ein Kindergartenkind war.

Der erste Schultag war was Besonderes: Die Schultasche auf dem Rücken und die Schultüte in der Hand ging es mit Mama und Papa zur Grundschule in Bodenwöhr. Hier hatte sich auch die Oma eingefunden. Schließlich erschien die neue Umgebung noch ziemlich fremd. Gut, dass noch weitere Kinder da waren, die Nika schon vom BRK-Kindergarten Bodenwöhr kannte.

Jüngere Freunde blieben natürlich zurück, dafür tauchten neue Gesichter auf. Bisher kannte Nika die Schule nur durch ihre ältere Schwester Noelle (8), die inzwischen die dritte Klasse besucht. Und auch ein Besuch als Vorschulkind hatte im Vorfeld des ersten Schultages auf dem Programm des Kindergartens gestanden.

In ihrer Schultüte fanden sich neben einigen Süßigkeiten auch Mal- und Bastelsachen. Das Skateboard, das sie sich gewünscht hatte, passte nicht hinein, „versüßte“ den Schulanfang daher als Geschenk.

Und dann lernte Nika ihre Lehrerin, Marianne Wendl, kennen: „Die ist nett“, meint sie. Um den Erstklässlern die Eingewöhnung zu erleichtern, standen den Kleinen Paten zur Seite - Schüler der zweiten Klasse, die im Rahmen der Kombiklasse mit der ersten Jahrgangsstufe unterrichtet werden.

Auch zu den älteren Kindern besteht Kontakt, beispielsweise beim Gesundheitsprojekt „Klasse 2000“, das sich auf Ernährung, Sport und allgemeines Wohlbefinden, auch auf seelischer Ebene, konzentriert. Vor kurzem hatte die vierte Klasse dafür ein Frühstücksbuffet vorbereitet, das sich alle gerne schmecken ließen.

Rechnen ist das Lieblingsfach von Nika. Doch auch mit den Buchstaben hat sie keine Schwierigkeiten. Weil sie immer schon ein wenig ihrer älteren Schwester bei den Hausaufgaben über die Schultern geschaut hat, kennt sie bereits alle Buchstaben. „Die Pause“, meint das fröhliche Mädchen munter auf die Frage, was ihr denn so gut an der Schule gefällt - und strahlt dabei über das ganze Gesicht.

Die aufgeschlossene, sportbegeisterte Schülerin spielt gerne Fangen mit den Klassenkameraden. In ihrer Freizeit frönt sie dem Schwimm- und neuerdings dem Tennissport.

Ja, es ist anders als im Kindergarten hier in der Schule, Hausaufgaben sind zu erledigen, das Spielen rückt in der Schule in den Hintergrund. Konzentration und Merkfähigkeit ist vonnöten, denn viele Dinge sind neu zu erlernen. Notendruck gibt es zwar nicht, aber Wissen wird durch Proben regelmäßig abgefragt.

Begeistert blättert Nika in ihren Heften und zeigt, was sie alles gelernt hat. Und das ist schon eine ganze Menge: Nicht nur Buchstaben, Worte und Rechenaufgaben sind es, sondern auch ein Sachunterricht, bei dem bestimmte Vorgänge verstanden sein wollen, beispielsweise der Weg der Verdauung.

Nika freut sich, dass sie ein Schulkind ist, denkt aber noch an ihre schöne Kindergartenzeit zurück. An St. Martin zieht sie gemeinsam mit der Familie los und stattet dem Kindergarten einen Besuch ab – mit Laterne und den Liedern, die sie einst hier gelernt hat, nimmt sie wieder am St.-Martins-Umzug teil.
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