Positives Fazit beim Neujahrsempfang - Gewerbegebiet ein "Anziehungspunkt"
Bürgermeister mit Aus- und Rückblick bei Neujahrsempfang

Trotz ihres Geburtstages war Margit Schmidbauer, Rektorin der Grundschule Bodenwöhr, zum Neujahrsempfang gekommen. Bürgermeister Richard Stabl gratulierte mit Blumen.
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Bodenwöhr
25.01.2016
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Der Neujahrsempfang bietet viele Kontaktmöglichkeiten in gemütlicher Atmosphäre. Bilder: sir (2)

Das neue Jahr ist noch jung, ein Neujahrsempfang sei eine Gelegenheit für verspätete Vorsätze, meinte Bürgermeister Richard Stabl. In unserer Zeit herrsche viel, auch völlig vermeidbarer Termindruck. Darüber werden die einfachen von Gott geschenkten Freuden oft gar nicht ausreichend gewürdigt. Daher: "Nehmen Sie die schönen Dinge vor unserer Nase wahr", betonte das Gemeindeoberhaupt.

Kritik an der Kanzlerin


Stabl schilderte den wirtschaftlichen Aufschwung hierzulande, um sogleich auf die Lage innerhalb der Gemeinde einzugehen. 2015 kam man ohne Neuverschuldung aus. Die im vergangenen Jahr begonnenen Infrastrukturmaßnahmen werden heuer fortgesetzt, wie Wasserversorgung und -modernisierung, Abwasserversorgung, Dokumentation der Straßen und die Sanierung und Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraßen. Aufgegriffen werden die Krippenerweiterung, die Friedhofserweiterung sowie die Erneuerung der Wasserleitung. Kritik übte er an der Kanzlerin und am Finanzminister am Sparkurs gerade an der Infrastruktur, etwa was Brücken, Autobahnen und Bahngleise betrifft.

Stabl mahnte, angesichts der Flüchtlingsproblematik Ruhe zu bewahren. Das hohe bürgerschaftliche Engagement bezüglich der in Bodenwöhr angekommenen Flüchtlinge stellte er besonders heraus. Fortgeführt werde der Kampf gegen die Blaualgen. Nach wie vor sei das Gewerbe- und Industriegebiet in Blechhammer ein Anziehungspunkt für ansiedelungswillige Firmen.

Gute Startchancen sollen Kinder und Jugendliche haben, mit Erweiterung der Kinderkrippe und der Weiterentwicklung der Grundschule. Die Differenzen mit der Nachbarkommune wegen des Schulverbands sollen beigelegt werden, damit die Schüler eine gute Basis für ihre Bildung erhalten. Die Asylsuchenden sollen gut Deutsch lernen, die Kinder nach einer Förderphase am Schulunterricht teilnehmen können. Wichtig sei, im Auge zu behalten, dass es um das Wohl der Gemeinschaft und auch der Anderen gehe. "Vieles, was Bodenwöhr lebens- und liebenswert macht, geht auf das Handeln oder die Initiativen der Menschen, die hier leben, die unser Gemeinwesen ausmachen, zurück", betonte der Sprecher.

Nürnberg-Fanclub fehlt


Hervorragende Projekte wie die Bürgerhilfe Bodenwöhr seien entstanden. Der Bürgermeister dankte allen, die hier oder anderweitig in und für die Gemeinde aktiv seien. Stellvertretender Landrat Jakob Scharf sagte, dass die Hammerseegemeinde ihren Strukturwandel hervorragend bewältigt habe: "Bodenwöhr ist gut aufgestellt." Schmerzlich getroffen habe ihn dagegen die Auflösung des Tourismusvereins. Für ihn sei Bodenwöhr stets ein Vorbild gewesen, was Tourismus angehe. Bodenwöhr sei ein bedeutender Bestandteil für das Oberpfälzer Seenland.

Als Herausforderung sehe er die Bekämpfung der Blaualgen, wobei Bodenwöhr nicht allein dastehe. Eine weitere Herausforderung seien die Flüchtlinge, wobei Bodenwöhr Solidarität mit der Aufnahme von 40 Hilfesuchenden bewiesen habe. Überhaupt weise die Hammerseegemeinde ein hohes ehrenamtliches Engagement auf. Hier gebe es Fanclubs von FC Bayern München und 1860 München. "Leider noch nicht von Nürnberg. Ich stehe gern als Geburtshelfer zur Verfügung", stellte Scharf in Aussicht. Scharf dankte allen, die sich engagieren und wünschte für 2016 alles Gute. Der Männergesangverein Bodenwöhr unterhielt die Gäste musikalisch.
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