Umgestaltung startet im nächsten Jahr
Gemeinde investiert in Friedhof

Vermischtes
Bodenwöhr
18.11.2016
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Die Umgestaltung des Friedhofes Taxöldern soll im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. 800 000 Euro kostet die Maßnahme. Bürger waren in die Gaststätte "Taxler Stubn" eingeladen, wo die Pläne vorgestellt wurden.

-Taxöldern. Bürgermeister Richard Stabl sagte, dass man zwar ein Jahr hinten dran sei. Die Maßnahme soll parallel mit der am Bodenwöhrer Friedhof abgewickelt werden. Stabl führte an, dass bereits drei Termine mit Kirchenverwaltung, Pfarrer Hofmann und Pfarrgemeinderat stattgefunden hatten. Bei der Versammlung wollten die Verantwortlichen die Sichtweise der Bürger kennenlernen und, soweit nötig, in den Beschluss einarbeiten.

Anne Wendl von "Landimpuls" ist mit der Entwurfsplanung betraut. Sie stellte die bisherigen Überlegungen vor, die im naturnahen Friedhof umgesetzt werden sollen. Im Laufe der Jahre seien gewisse Mängel angefallen, die behoben werden müssen. Durch den Ausbau der Straße und des Parkplatzes ist eine Verbesserung eingetreten. Nun will man einen zweiten Zugang vom Parkplatz her schaffen. Der Mittelgang, der sich als grünes Band darstellt, soll bleiben. Beim Kreuz könnte eine Bank zum Ausruhen aufgestellt werden.

Maroder Holzzaun


Zur Aussegnungshalle sagte Anne Wendl, dass diese den heutigen Anforderungen nicht mehr genüge. Hier soll der Vorplatz sowie auch der Innenraum umgestaltet werden. Auch der marode Holzzaun soll durch einen neuen ersetzt werden. Bäume, die das Zaun-Fundament gefährden, werden entfernt. Zur Debatte stand auch, ob ein elektrisches Glockengeläute installiert werden soll. Angesichts der wenigen Beerdigungen sei das unrentabel, da dann auch erst noch der Glockenturm auf der Aussegnungshalle statisch überprüft werden müsste. So wird also weiter manuell geläutet werden.

Kurz vor Kriegsende wurden bei Taxöldern KZ-Häftlinge erschossen. Eine Anregung war, daran mit einer Gedenktafel zu erinnern. Da diese aber nur kurzzeitig im Friedhof beigesetzt waren - sie wurden dann nach Neunburg umgebettet - sah man dafür keine Veranlassung. Auch ein Urnenfeld soll eingerichtet werden.

Ein Punkt war natürlich auch der Preis. Vonseiten der Gemeinde rechnet man mit Investitionen für den Friedhof über 60 000 Euro sowie für die Aussegnungshalle über 20 000 Euro. Der Geschäftsleiter Otto Eichinger führte aus, dass die Gemeinde das zahlt. Der Gemeinderat wird aufgrund einer vorgelegten Kalkulation entscheiden, wie das umgelegt werden soll.

Bürgermeister Richard Stabl dankte abschließend den Teilnehmern für ihre Diskussionsbeiträge. Er bat die Bürger, wenn sie noch weitere Anregungen haben, sich im Rathaus zu melden. Jetzt in der Planungsphase können noch Wünsche aufgenommen werden. Ziel ist es, dass im Winter nun die Ausschreibung der Arbeiten erfolgt und dann 2017 mit den Arbeiten begonnen wird.
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