Vortragsreihe in Bruck und Bodenwöhr
„Altwerden ohne Angst“

Sie stellten die Vortragsreihe "Irre menschlich" vor (von links): Günter Makolla von der Bürgerhilfe Bodenwöhr, Andreas Kaiser, Pflegeexperte bei der Knappschaft, Burkhard Schattenmann vom Schwandorfer Diakonie Zentrum, Petra Ihring vom Kreisverband der Caritas Schwandorf, Georg Pilhofer vom sozialpsychiatrischen Zentrum Amberg, Wolfgang Meischner, Leiter der Betreuungsbehörde beim Landratsamt Schwandorf sowie Elisabeth Falkinger vom Elisabethenheim Schwandorf. Bild: sir
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Bodenwöhr
24.09.2016
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Das Altwerden bringt häufig Fragen mit sich. Die Menschen machen sich mit fortschreitendem Alter auch Sorgen, entwickeln gewisse Ängste. Die Vortragsreihe "Altwerden ohne Angst" behandelt die drängendsten Fragen, die Menschen ab der Lebensmitte und darüber hinaus bewegen.

Kann ich mir Pflege überhaupt leisten? Was ist, wenn ich meinen Willen selbst nicht mehr äußern kann? Manche Menschen werden regelrecht von Ängsten heimgesucht, manchmal auch von irrationalen. Andere wiederum leiden vielleicht an einer Depression oder Demenz. Diesen vier Themenbereichen widmet sich die psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Schwandorf (PSAG) in der im wöchentlichen Turnus stattfindenden Info-Abend in Bodenwöhr und Bruck.

Hoher Beratungsbedarf


Los geht es am 5. Oktober in Bodenwöhr mit dem Thema "Leistungen der Pflegekasse". Pflegeberater Michael Falkenstein und Pflegeexperte Andreas Kaiser informieren über bessere Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, die durch das Pflegestärkungsgesetz seit diesem Jahr möglich seien. Die Neuerungen hierzu sind vielfältig. "Der Beratungsbedarf ist sehr hoch", sagt Kaiser. Im Grunde genommen keine Frage des Alters sind "Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung - gut versorgt durch rechtzeitige Vorsorge". Am 12. Oktober vermittelt Rechtspfleger Werner Chwatal, welchen Nutzen derartige Vorsorge bringe. Denn durch Unfall, Krankheit und Alter könne im Grunde genommen jeder in die Lage kommen, seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Diplom-Verwaltungswirt Wolfgang Meischner führte im Gespräch verschiedene Beispiele an und veranschaulichte so die Bedeutung für Partner, Kinder und weitere Vertrauenspersonen, die entsprechend handeln können - im Sinne des Betroffenen.

Ängste können das Leben schwer machen. So sei die Lebensqualität älterer Menschen erheblich beeinträchtigt. Die Gedanken drehen sich um Verarmung, Einsamkeit, Krankheit bis hin zum Tod. Dabei gibt es wirksame Hilfe. Häufig sprechen ältere Menschen nicht über ihre Sorgen. Zunächst gelte es daher, diese Angststörungen zu erkennen, so Burkhard Schattenmann vom Diakoniezentrum Schwandorf.

"Depression oder Demenz?"


Als Referent fungiert Dr. Willi Müller, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Am 26. Oktober, wiederum in Bruck, soll deutlich werden, dass bei gleicher Symptomatik die Erkrankung eine ganz andere ist. "Depression oder Demenz?", lautet die Frage. Sozialpädagoge Burkhard Schattenmann sagte, dass je nach Diagnose eine entsprechende Therapie erfolgen müsse. "Eine Depression ist heilbar, eine Demenz hingegen nicht." Beide gehörten zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter.
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