Interkommunale Zusammenarbeit bei Gemeindeverbungsstraße Meldau-Altenschwand
Kooperation spart Kosten

Planer und bauausführende Firmen nahmen mit den Vertretern der Kommunen Bodenwöhr mit Bürgermeister Richard Stabl und Wackersdorf mit Bürgermeister Thomas Falter den Beginn der Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Meldau nach Altenschwand in Augenschein. Bild: sir
Wirtschaft
Bodenwöhr
14.03.2016
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Interkommunale Zusammenarbeit, oft wird dieses Ziel von den Kommunen beschworen. Konkret umgesetzt wird es derzeit von den Gemeinden Bodenwöhr und Wackersdorf. Die Gemeindeverbindungsstraße Meldau-Altenschwand wird saniert.

Abgesehen von den Vorteilen, die mit dieser Baumaßnahme für die Nutzer verbunden sind, spielten auch die finanziellen Erwägungen eine gewichtige Rolle. "Ich freue mich sehr, heute mit diesem ersten Spatenstich zusammen mit dem Bürgermeisterkollegen Thomas Falter das Startsignal für ein Projekt geben zu können, das die Qualität unserer Straßen weiter verbessert", betonte Bürgermeister Richard Stabl bei der Inaugenscheinnahme der Maßnahme.

277 000 Euro weniger


Die Arbeiten waren bereits angelaufen, Bagger und Lkws im Einsatz. Neben Bürgermeister Thomas Falter aus Wackersdorf waren auch Werner Renner vom Ingenieurbüro Renner und Hartmann Consult aus Amberg und dessen Bauleiter Reinhard Standecker, Bauamtleiter Uwe Kuntzen und Mitarbeiter Michael Throner, Helmut Seebauer von der gleichnamigen Baufirma, dessen Bauleiter Christian Wittmann sowie Polier Holger Meyer, Bauhofleiter Hans Spandl aus Wackersdorf und Geschäftsleiter Otto Eichinger aus Bodenwöhr vor Ort.

Nach dem mit allen relevanten Stellen und den Betroffenen abgestimmten tiefbautechnischen Konzept entsteht eine Gemeindeverbindungsstraße, die den aktuellen technischen Standards entspreche, betonte Stabl. Besonders freue es ihn, dass mit dieser Maßnahme gleich "mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden". Die Gemeinde Bodenwöhr werde trotz der bekanntermaßen kritischen Haushaltslage ihrer Verantwortung gerecht, kosteneffizient und zukunftsorientiert zu agieren. Durch die gemeinsame Ausschreibung konnten die ursprünglichen geschätzten Kosten von zirka 941 000 Euro auf 663 400 Euro reduziert werden. Eine Einsparung von 277 000 Euro, allein für Bodenwöhr, betonte Stabl. "Wir setzen damit aber auch ein weiteres deutliches Zeichen, auch zukünftig die Zusammenarbeit auf interkommunaler Ebene zu suchen, denn diese soll in diesem Zusammenhang einen höheren Stellenwert für unsere Gemeinden einnehmen", so Stabl.

Schnelleres Internet


Auch wenn die Gemeindeverbindungsstraße nun mehrere Monate gesperrt sein werde, danke er jetzt schon allen für ihr Verständnis, vor allem den Anwohnern, so das Bodenwöhrer Gemeindeoberhaupt. Und er freue sich auf den Moment, an dem diese ihrer Bestimmung übergeben werde. Die Fertigstellung werde voraussichtlich Ende Juli diesen Jahres erfolgen. Die Maßnahme werde als Festbetragsförderung mit Mitteln des Freistaates Bayern mit rund 550 000 Euro bezuschusst, was einem Fördersatz von 58,45 Prozent entspricht.

Die Reduzierung der Kosten führte auch Bürgermeister Thomas Falter ins Feld. Die Gemeinden haben sich zusammengetan und 2015 die gemeinsame Ausschreibung gestartet. In Meldau habe sich bereits innerorts viel getan. Mit der Sanierung der Straße wurde auch ein vom Gemeinderat Wackersdorf legitimiertes Pilotprojekt in Form eines FTTB-Ausbaus in ganz Meldau und Mappenberg umgesetzt.

Hierzu wurde in allen Häusern ein direkter Anschluss an das High-Speed-Netz erstellt und danach Glasfaser bis ins Haus eingeblasen und somit Bandbreiten bis zu 100 Mbit ermöglicht. Zeitgleich wurden im Zuge dieser Erdarbeiten durch das Bayernwerk die Ortschaften Meldau und Mappenberg mit Gas erschlossen.
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