Weiterer Ausbau in Bodenwöhr
600 Adressen ans Turbo-Netz

Mit dem Griff zum Spaten symbolisierten Otto Eichinger (Gemeinde, von links), Peter Dolk (CNNST), Karl Brandl (Bauausführung), Bürgermeister Richard Stabl und Dr. Johannes Böhm (amplus) den Beginn des weiteren Ausbaus des schnellen Internets. Der Regenschirm konnte geschlossen bleiben, denn pünktlich zum Spatenstich setzte der Regen aus. Bild: sir
Wirtschaft
Bodenwöhr
12.08.2016
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Mit einem symbolischen Spatenstich begann der weitere Ausbau des schnellen Internets in Bodenwöhr. Freuen können sich die Bewohner und Gewerbetreibenden in den Kernbereichen und in Blechhammer. Die Investition muss die Gemeinde nicht alleine bezahlen.

Bereits 2012 lief die erste Ausbau-Kampagne. "Im Herbst 2016 haben rund 600 Adressen Zugang zum Highspeed Internet des Breitband-Carriers", versprach Dr. Johannes Böhm, Kommunalbetreuer der Firma amplus, beim Spatenstich im Ortsteil Blechhammer am Mittwoch. Mit knapp 18 Kilometern Glasfaserkabel stellt der Internetanbieter aus Teisnach die schnelle Verbindung zum World-Wide-Web her. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde erzielen die Glasfaseranschlüsse an Übertragungsrate. Sieben Kabelverzweiger werden gebaut.

Glasfaser bis ins Haus


Etwa 470 Adressen im Ortskern und dem Ortsteil Blechhammer profitieren von dem FTTC-Ausbau (Fibre to the Curb), also Glasfaser bis zum Bordstein. Die Firma amplus garantiere für knapp 440 Adressen die Mindestbandbreite von 30 Megabit pro Sekunde, gemäß dem Förderprogramm der bayerischen Staatsregierung, betonte Dr. Böhm.

Über 100 weitere Haushalte, verteilt über die Ortsteile Pechmühle, Kaltenbrunn, Sandtal und im Gewerbegebiet, erhalten eine Glasfaserleitung bis ins Haus: FTTB - Fibre to the Building. Erreicht werden dabei Bandbreiten bis zu 200 Megabit pro Sekunde. Bereits 2012 hatten die Gemeinde Bodenwöhr und amplus in einem geförderten Breitbandprojekt zusammengearbeitet. Damals hatte der Internetanbieter einen Hybridausbau realisiert. Seither surften die Ortsteile Altenschwand, Erzhäuser, Pingarten, Neuenschwand, Taxöldern und Windmais mit Bandbreiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Ganz besonders profitierten die Ortsteile Buch und Warmersdorf von der neuen Technologie. Sie erhielten Glasfaserleitungen bis ins Haus, die bis zu 200 Megabit pro Sekunde erreichen. Die Bauarbeiten führt die Firma Brandl aus Hohenwarth aus. In Kooperation mit den kommunalen Entscheidungsträgern erarbeiten 80 Mitarbeiter der CCNST Group, zu der auch das Unternehmen amplus zählt, individuelle Konzepte für den geplanten Breitbandausbau.

Fast 900 000 Euro


Bürgermeister Richard Stabl freute sich über den weiteren Ausbau der leistungsfähigen Datenautobahn. Profitieren würden die Baubereiche Pechmühle, das Gewerbe- und Industriegebiet Blechhammer, die Bürgermeister-Wiendl-Straße, die Forststraße, Taucherstraße, Bahnhofstraße, Im Kugelschlag, Schloßbergstraße, Neunburger Straße, Am Hammersee, Im Sandtal, Ludwigsheide, Hauptstraße und Schwandorfer Straße. Insgesamt investiere die Gemeinde Bodenwöhr 892 023 Euro in den Ausbau des Glasfasernetzes. Dazu erhalte sie eine Zuwendung in Höhe von 708 618 Euro aus dem Fördertopf zum Aufbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes, sagte Stabl.

Beinahe pünktlich setzte dann der Regen aus, als das Gemeindeoberhaupt, Geschäftsleiter Otto Eichinger, Dr. Johannes Böhm von amplus, Peter Dolk von CCNST und Karl Brandl von der bauausführenden Firma zum Spaten griffen, um so symbolisch den Ausbau des Glasfasernetzes zu beginnen.
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