Fichtgelgebirgstag
Max Reger und Steinwaldia

Bürgermeister Ludwig König war froh, den Fichtelgebirgstag in Brand ausrichten zu können. Bilder: kkl (2)
Kultur
Brand
06.06.2016
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Kulturreferent Adrian Roßner zeichnete Norbert Reger stellvertretend für die Steinwaldia mit dem Kulturpreis aus.

Der Fichtelgebirgstag stand im Zeichen Max Regers. Aber auch die "Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth" als Träger des Kulturpreises und Horst Ruhl aus Weidenberg mit dem Preis für sein Lebenswerk hatten ihren Auftritt.

Der Fichtelgebirgstag blickte in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft. Für die machte Dr. Oliver van Essenberg aus Bamberg Mut. Er ist Autor der Buchreihe "Lebensart genießen", zum Thema "Eine Region im Aufbruch - das Fichtelgebirge". Der Männergesangsverein "Max Reger" um Bertram Nold gestaltete den Tag. FGV-Hauptvereinsvorsitzender Heinrich Henniger begrüßte die Gäste, bevor Bürgermeister Ludwig König Sissy Thammer als Festrednerin vorstellte. Die Intendantin des Festivals junger Künstler Bayreuth gilt als Reger-Expertin. König dankte auch seiner FGV-Ortsgruppe Brand, die wertvolle Arbeit leiste. Besonders stellte König das Schaffest im Herbst heraus.

Thammer blickte auf Regers Leben, der am 19. März 1873 als Sohn des Dorfschullehrers zur Welt kam. Er wuchs in Brand und später in Weiden auf. "Es ist ein Fest, in dieser herrlichen Landschaft wandern zu gehen", habe Reger über sein Brand gesagt. Er sei ein Querkopf, Kettenraucher, Alkoholiker und Eigenbrötler, aber auch ein begnadeter Künstler gewesen. Während seiner intensiven Kompositions- und Konzertiertätigkeit erlag Reger auf einer Reisen im Mai 1916 einem Herzversagen. Seine Urne wurde 1930 auf dem Münchener Waldfriedhof begraben. "Uns bleibt seine Musik, die wir heute nach 100 Jahren wiederentdecken können", meinte Thammer. Sie schloss mit einem Zitat Regers: "Das Schwein und die Künstler werden erst nach ihrem Tode geschätzt".

Kulturreferent Adrian Roßner sprach über Kultur und Geschichte der Region. Im Erhalt beider sehe er die Aufgabe des FGV. So sei die Burgruine Weißenstein vor dem Verfall gerettet worden. Die Sanierung erfolgte durch die Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth, schlug er den Bogen zum Kulturpreisträger. Im Namen des Hauptausschusses für Kultur- und Brauchtumspflege freue er sich den "FGV-Kulturpreis" an Vorsitzenden Norbert Reger übergeben zu können. Reger sagte, die Steinwaldia sei überrascht gewesen und freue sich über diese Auszeichnung.

Mit einem weiteren Preis des FGV Kultur- und Brauchtumspflege, der FGV-Umweltmedaille, wurde der Ehrenobmann des FGV Weidenberg, Horst Ruhl, für sein Lebenswerk geehrt. Dr. Peter Seißer, Alt-Landrat und ehemaliger Vorsitzender des FGV, sprach die Laudatio. Kaum ein anderer habe sich wie er für die Ziele des FGV eingesetzt. Gerührt dankte Ruhl für die Auszeichnung. Er bat um Unterstützung für seinen Nachfolger.

Im Anschluss referierte Dr. Oliver van Essenberg über "Eine Region im Aufbruch - das Fichtelgebirge". Er forderte, "zuversichtlich zu sein für unsere Region". Er betonte die entspannte Stimmung im Fichtelgebirge. Im Landkreis habe er viel Unterstützung erhalten. Bürgermeister König Ludwig König dankte dem Ortsverein Brand für die Ausrichtung und dem Männerchor "Max Reger" für die Gestaltung. Mit dem Fichtelgebirgslied endete der Festakt.
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