Abmarsch zur dritten Strophe

Lokales
Brand
26.09.2015
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Klein geworden ist das Häufchen der Fußwallfahrer, das sich alle Jahre am dritten Samstag im September zusammenfindet, um den rund 40 Kilometer langen Weg nach Marienweiher anzutreten. Dabei herrschte gutes Wanderwetter.

So ging gerademal eine Handvoll Gläubiger um sechs Uhr morgens den Berg hinauf nach Oberölbühl, wo weitere Wallfahrer warteten. Unter anderem Pater Joy, der sich zum ersten Mal auf die lange Strecke wagte und sie auch bis zum Ende durchhielt.

Sehr mühevoll

Die Mühen sind streckenweise doch sehr groß, doch die Wallfahrer ertragen sie gerne, sind sie doch Teil der Buße, die man in den vielen Anliegen der Wallfahrt auf sich nimmt. Das Gepäck wurde im Begleitfahrzeug untergebracht, das sich Rudi Ernstberger wieder bei der Feuerwehr Fuhrmannsreuth geliehen hatte. Er kennt die Strecke mittlerweile wie seine Westentasche und kann schnell helfen, sollte jemand Probleme beim Laufen bekommen und die restliche Strecke chauffiert werden müssen. Gemütliches Dahinschreiten macht müde, das wissen die Teilnehmer, weshalb ein gewisses Tempo, das die jeweiligen Kreuzträger festlegen, doch Einiges abverlangt.

Durch den Wald

Erst einmal ging's in den Wald. Der war um diese Zeit schon relativ hell, so dass Kopflampen nicht mehr nötig waren. Kurz nach 8 Uhr war der Parkplatz am Seehaus erreicht, wo sich die Gruppe auf nun 23 Wallfahrer vergrößerte. Eine kurze Begrüßung, ein schneller Schluck aus der Flasche und gegebenenfalls Anpassung der Kleidung, dann wurde der Fußmarsch fortgesetzt. Die Sicherung der Wallfahrergruppe lag in den Händen von Lothar Zaus und Wolfgang Doleschal im Zusammenwirken mit dem Feuerwehrbus.

Das Wallfahrerkreuz wurde zwischendurch gewechselt, beim Vorbeten wechselten sich Pater Joy und Bertram Nold ab. Gebetet und gesungen wurde in den verschiedensten Anliegen und es gab auch immer wieder Stille, um die eigenen Anliegen ins Gebet einzuschließen.

In Streitau, wo im dortigen Sportheim Mitglieder des TSV immer für Essen und Getränke sorgen, vergrößerte sich die Gruppe noch einmal durch jene, die sich den weiten Weg ab Brand oder ab dem Fichtelsee nicht zumuten wollten oder konnten, die Wallfahrt aber nicht missen wollten. Sie nahmen die Gelegenheit wahr, wenigstens die letzte Etappe von etwa zwei Stunden mitzulaufen.. Es ist üblich, zum Aufbruch nach der Mittagspause das Lied "Wer glaubt, ist nie allein" zu singen. Abmarsch ist zur dritten Strophe.

Der Gedanke, nun bald am Ziel zu sein, schaffte vorübergehend Erleichterung. Drei gewaltige Anstiege waren noch zu bewältigenden und sie erforderten noch einmal zweimaliges kurzes Anhalten zur Stärkung. Von weitem bereits greifbar: die Türme der Wallfahrtskirche von Marienweiher, in die die Gruppe singend einzog.

Gruß und Segen

Zuvor hatte sie Pater Adrian aus Marienweiher am Ortsrand begrüßt und gesegnet. Zum Wallfahrergottesdienst hatten sich weitere Gläubige aus Brand und Nagel mit Bus bringen lassen. Die Messe wurde von Pater Joy zelebriert.
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