Brander Männergesangverein vor anspruchsvoller Aufgabe - Chorleiterin Stefanie Hecht legt Amt ...
Das Reger-Jahr bereits fest im Blick

Lokales
Brand
14.01.2015
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"Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an." Diese Feststellung aus einem Udo-Jürgens-Song gilt offenbar nicht nur für einzelne Menschen, sondern auch für ganze Vereine - zumindest für den Männergesangverein (MGV) "Max Reger" Brand.

65,5 Jahre Durchschnittsalter hatte Vorsitzender Hans Scherm in seinem Bericht bei der Jahreshauptversammlung vorgetragen, doch die Stimmung steht eher auf Aufbruch als auf Ende. Hervorragende Auftritte im vergangenen Jahr, hohe Motivation und deshalb meist vollzähliger Chorprobenbesuch und der Wunsch der Sänger, gefordert zu werden, lassen Positives erahnen.

Das Reger-Jahr 2016 nähert sich und dieser Aufgabe werden sich die 20 Sänger nun stellen. Dicker Wermutstropfen trotz alledem: Chorleiterin Stefanie Hecht hat zum Ende des Jahres das Amt und auch die Mitgliedschaft im Verein gekündigt. Ihr Stellvertreter Bertram Nold wird nun vorübergehend den Chor leiten, bis Ersatz gefunden ist.

65 Termine bewältigt

Sehr fleißig waren die Sänger im vergangenen Jahr, was ihnen auch Bürgermeister Ludwig König und Gruppenvorsitzender Siegmar Bräutigam bestätigte. Insgesamt 65 Termine - 35 Chorproben und fünf Sitzungstermine inklusive - haben die Sänger 2014 hinter sich gebracht. Da gab es ein dickes Lob von Ludwig König, der sich für das große Engagement herzlich bedankte und die gute Vereinsarbeit der Vorstandschaft hervorhob. Bräutigam, selbst Mitglied im Chor, sprach von großen Erfolgen im vergangenen Jahr. Die Mitarbeit habe ihm großen Spaß gemacht und er hoffe, dass es so weitergeht.

Der Dank des Vorsitzenden galt vor allem der ausgeschiedenen Chorleiterin, die sehr mutig und genau gewesen sei und nicht aufgegeben habe, bevor ein Satz nicht aufführungsreif gewesen sei. Eigens erwähnte Scherm die Mitarbeit von Gerald Plannerer, der wöchentlich aus Marktredwitz nach Brand kommt. Er fungiert auch als singender Klavierschieber, der das Instrument niemals an seinen Ruheplatz schiebt, ohne dazu sein "Schiebe nach!" zu singen.

Interessant ist alle Jahre die Zusammenstellung der Probenbesuche, die Schriftführer Helmut Graf erstellt und zur Einsicht auflegt. Ein Sonderlob hatte Scherm für drei Sänger, die die Proben lückenlos besucht haben: Hans und Alfred Brunhuber und Helmut Graf. Krankheitsbedingt haben Günther Lindner einmal und Herbert Lehnert zweimal gefehlt. Sie konnten den großen Applaus der Sänger als Ausdruck des Dankes entgegennehmen. Musikalisch herausragende Veranstaltungen waren eine Messe und eine Maiandacht in Nagel, Teilnahme am Kreis-Chorkonzert in Kemnath, zwei Adventsingen in Nagel und Brand sowie die Mitgestaltung des Gottesdienstes am zweiten Weihnachtsfeiertag.

Musikalische Erfolge

Wichtige Ereignisse im Vereinsleben waren die Ehrung von Herbert Lehnert für 60 Jahre aktives Singen und eine Berlin-Reise mit spontanen Auftritten im Verlauf der zwei Tage. Sehr zufrieden äußerte sich Bertram Nold, der den Chor im letzten Vierteljahr geleitet hat, über die musikalischen Erfolge. Intensive Chorproben seien den verschiedenen Auftritten vorausgegangen.

Die Disziplin im Chor sei bemerkenswert gewesen, so dass man gut vorbereitet die Konzerte bestreiten konnte. Nach wie vor sei das Adventsingen der Höhepunkt des Jahres, und das offenbar auch für manche Zuhörer, was die gut besetzte Kirche zeigte. Das Reger-Jahr werde in der nächsten Zeit einen Schwerpunkt bilden. Der solide Kassenstand, von dem Rudi Ernstberger berichtete, passte gut zur positiven Stimmung bei der Hauptversammlung, Max Prechtl bestätigte saubere Kassenführung.

Herbert Lehnert bedankte sich für die umfangreichen Aktivitäten und die gute Organisation anlässlich seiner Ehrung. Der MGV nimmt diese seit Jahren im Rahmen einer eigenen Veranstaltung im Rathaus vor. In diesem Jahr wird sie auch dazu dienen, Günther Lindner nicht nur für 50-jährige aktive Mitgliedschaft zu ehren, sondern ihn auch zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Stellvertretender Vorsitzender Gerhard Lindner stellte dazu den Antrag bei der Versammlung und hob das besondere Engagement des Sängers hervor. Der Name Günther Lindner sei für ihn stets eng mit dem MGV verbunden gewesen.
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