Der erste Eindruck zählt

Lokales
Brand
16.12.2014
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Die Ortseinfahrt nach Brand wirkt nicht einladend. Was aus dem ehemaligen Gasthaus Goldener Hirsch werden soll, stand im Mittelpunkt der letzten Gemeinderatssitzung. Vor allem das "Wie" sorgte für Diskussionen.

"Der Goldene Hirsch brennt den Brandern unter den Nägeln", berichtete Bürgermeister Ludwig König (CSU) bei der Sitzung des Gemeinderats, begleitet von zustimmendem Kopfnicken der Gemeinderäte. Ein im Raum stehender Eigentümerwechsel sei nicht zustande gekommen.

Erster Versuch scheitert

Die Rede war dann von einem ortsbildprägenden Gebäude an der Ortseinfahrt. "So kann's nicht bleiben." Schon vor einigen Jahren hatte eine Gruppe Jugendlicher ein ausführliches Konzept erstellt in der Hoffnung, dass dieses im bayerischen Förderprogramm "Ort schafft Mitte" berücksichtigt wird. Es gelang nicht.

Nun bat Bürgermeister Ludwig König die Bauverwaltung, dem Gemeinderat Fördermöglichkeiten über das Bayerische Städtebauförderprogramm aufzuzeigen, um den Ortskern und weitere Brachen aufzuwerten. "Ein Gespräch bei der Regierung wäre der nächste Schritt", erklärte König. Zudem wäre es sinnvoll, für die Erarbeitung eines groben Konzepts sich mit einem Städteplaner in Verbindung zu setzen. Dazu soll die Verwaltung mehrere Namen nennen. Diese sollten sich dann dem Gemeinderat vorstellen. Termin zur Einreichung eines Konzepts könnte der 1. September 2015 sein.

Zunächst bestanden Zweifel an der Notwendigkeit eines Städteplaners. Der Bürgermeister sprach Klartext: "Ein Städteplaner ist nötig." "Eigentlich ist es nicht Sache der Gemeinde", meinte zweiter Bürgermeister Christian Drehobel (CSU). Das Haus sei in privater Hand. Dennoch halte er den Vorschlag für einen guten Weg. Er glaube, dass sich derzeit bezüglich Städtebau einiges bewegt. Es sei sinnvoll, in den Prozess einzusteigen. "Nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun", meinte Regina Bauer (FW), in Bezug auf die Eigentumsfrage.

Blick von außen

Auch sei die Konsolidierungsangelegenheit abzuklären. Sie wolle aber keineswegs blockieren und verwies auf einen Tagesordnungspunkt in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung. "Alle Gemeinden kümmern sich um Entwicklung", ergriff Drehobel noch einmal das Wort, die Konsolidierung könne "keinen Dornröschenschlaf" bedeuten. Immer wenn Wahlen anstehen, würden "Säue durchs Dorf getrieben" wie das Thema "Freibad". Man müsse jemanden von außen einen Blick auf die Gemeinde werfen lassen, der das fachlich kann und berufsmäßig macht.

Wolfgang Doleschal (CSU) erinnerte an die Dorferneuerung. Die Beraterin habe Riesenbegeisterung erzeugt. "Dann wechselten die Vorstände, man setzte viel zu sehr auf öffentliche Projekte und von der anfänglichen Begeisterung blieb nicht viel." Letztendlich wird es so kommen wie vom Bürgermeister vorgeschlagen: Städteplaner suchen, Konzept erstellen und das bei einem Gespräch bei der Regierung vorlegen. Darauf einigte sich der Gemeinderat einstimmig.
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