"Der Kanal bleibt drin"

Lokales
Brand
20.11.2014
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Die Arbeiten in der Sonnenstraße sollen im Jahr 2015 angepackt werden. Die Planungen darüber laufen seit Monaten. Nun ging es um den Kanal, der stellenweise auch auf Privatgrund liegt. Soll er erneuert werden oder nicht?

Bei diesem Punkt waren sich die Gemeinderäte zunächst uneins. Im Juli erfolgte mit den beiden Sachbearbeiterinnen Karin Hauser-Dötterl und Silvia Blei vom Landratsamt Tirschenreuth eine Begehung und Beurteilung der Erschließungsanlage "Sonnenstraße". Des Weiteren wurde das Thema beim Büro Fröhlich in Neusorg im Oktober intensiv besprochen.

Bohrkerne setzen

Um den Bauabschnitt beziehungsweise die Ausbauart abschließend festzulegen, sollten nach Rücksprache mit dem Büro Fröhlich zunächst sechs bis acht Bohrkerne zur Untersuchung des Unterbaus und des Materials in Auftrag gegeben werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 2500 bis 3000 Euro. Auf der Grundlage des Ergebnisses wird das Büro eine Empfehlung für den Gemeinderat ausarbeiten. Die Einstufung der Sonnenstraße als Anliegerstraße wird auch von Seiten des Landratsamtes geteilt.

Während über diese Punkte keine Debatte geführt wurde, waren die Gemeinderäte bezüglich der Kanalerneuerung geteilter Meinung. In der Sitzungsvorlage wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei der Entscheidungsfindung nicht nur die Kosten herangezogen werden sollten. Eine Kamerabefahrung hatte bereits vor einiger Zeit stattgefunden. "Der Kanal bleibt drin", stellte Bernhard Schindler (CSU) fest. Man könne immer wieder Gespräche führen und immer komme man auf verschiedene Ergebnisse. Auch Wolfgang Doleschal (CSU) sprach sich für den Erhalt aus und nannte als Grund das Material des vorhandenen Kanals; er sei aus Steinzeug und das sei sehr haltbar und das beste Material für Kanäle. Dem stimmte Werner Brunner zu, er sprach sich auch dafür aus, den Kanal nicht zu erneuern. Oft sei es auch günstig, wenn der Kanal nicht in der Straße liege, ergänzte Bernhard Schindler. Man müsse dann bei Bedarf nicht immer gleich die ganze Straße aufreißen.

"Man hätte halt einen neuen Kanal", meinte der Bürgermeister, der bei einer Kanalerneuerung alleine für dieses Vorgehen votierte.
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