Ebnather und Brander Bürger können auch künftig ihren Grüngutabfall kostengünstig entsorgen
"Grüne Karte" wird beibehalten

Lokales
Brand
12.03.2015
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Wer in den Sommer- und Herbstmonaten zum ehemaligen Steinbruch fährt, um sein Grünzeug zu entsorgen, der muss diese Möglichkeit als wunderbare Einrichtung empfinden. Was wäre, wenn es diese nicht gäbe? Und zu diesen Konditionen noch dazu. Ganze 25 Euro müssen Grundstücksbesitzer ausgeben, um einen Berechtigungsschein für ein Jahr zu erwerben. Und das wird auch weiterhin so sein.

In der Warteschlange

Dann dürfen sich die Gartler an den Samstagen in die Schlange der Wartenden einreihen, die schon vor 14 Uhr ihre Autos mit oder ohne Hänger am Tor abgestellt haben, um die Zeit bis zum Eintreffen des Gemeindearbeiters noch für einen kleinen Plausch mit dem Vorder- oder Hintermann über Neuigkeiten zu nutzen. Viele Brander und Ebnather kennen sich gut und freuen sich über solche spontanen Zusammentreffen. Geht es dann pünktlich los, türmen sich drinnen die Berge mit holzigen und grünen Abfällen. "Bis zum nächsten Mal." Das ist wahrscheinlich schon eine Woche später.

Nun stand das Thema "Grünabfälle" wieder auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Die Abrechnung vom vergangenen Jahr lag vor, und die war erfreulich: 146 Scheine waren in Brand verkauft worden und 102 in Ebnath. Dazu kamen noch einige Anlieferungen ohne Schein, für die Kubikmeterpreise verlangt werden. Natürlich kostet die Anlage Geld: Entsorgung, Lohnkosten, Schreddern der holzigen Abfälle. 6213 Euro Einnahmen standen 7579 Euro gegenüber.

Alles eingerechnet

Kalkulatorische Kosten wie Zinsen und Abschreibung wurden mit einberechnet. Das Defizit betrug 1850 Euro. Für die Entsorgung der gemeindlichen Abfälle wurde die "Kostenunterdeckung" auf 642 Euro für Brand und rund 1207 Euro für Ebnath aufgeteilt. Teilt man den verbleibenden Rest von 6119 Euro auf angenommene 248 Scheine wie gehabt auf, ergibt sich pro Schein ein Betrag von 24,67 Euro, also praktisch 25. Zustimmung ohne Gegenstimme! Was will man mehr? Alles bleibt beim Alten und das schon seit Jahren.

Eine erfreuliche Botschaft für alle Grundstücksbesitzer und für Wolfgang Doleschal (CSU) "ein positives Beispiel, wie Zusammenarbeit zwischen Gemeinden funktionieren kann."
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