Erst mal Prognose abwarten

Lokales
Brand
18.12.2014
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Der Brander Kindergarten soll erweitert werden - wenn es nach der Kirchenverwaltung geht. Die Gemeinderäte wollen erst einmal eine Prognose haben, ehe sie entscheiden. Auch bauliche Veränderungen stehen zur Debatte.

Die Kirchenverwaltung hat den Beschluss gefasst, den Kindergarten um eine Gruppe auf dann zwei Kindergartengruppen und eine Kindergruppe zu erweitern. Ein entsprechendes Schreiben des Bistums lag den Gemeinderäten vor. "Offenbar wird auch eine Baumaßnahme in diesem Zusammenhang als notwendig erachtet," wird dazu in der Sitzungsvorlage vermutet.

Bürgermeister Ludwig König (CSU) stellte den Sachverhalt ausführlich dar und bat um Wortbeiträge, woraus sich eine lebhafte Diskussion entwickelte. Da der bestehende Kindergarten eine Betriebserlaubnis des Landratsamtes für 28 Kindergarten- und zwölf Krippenplätze hat, sei nach Ansicht des Bürgermeisters vor einer endgültigen Entscheidung zu ermitteln, ob die derzeitige Situation sowie die prognostizierte Zahl der künftig zu versorgenden Kinder überhaupt eine Änderung des jetzigen Gruppensystems notwendig macht. Wenn ja, stelle sich immer noch die Frage, ob und in welcher Weise räumliche, beziehungsweise bauliche Anpassungen erforderlich werden.

Es kann knapp werden

Christian Drehobel (CSU) wusste, dass die Zahl der Kinder in der Krippe immer an der oberen Grenze war, was bedeute, dass Kindergartenkinder nachkommen. Dann könne es mit Räumlichkeiten knapp werden. Integrationsarbeit sei auch ein Thema. Derzeit behelfe sich der Kindergarten mit dem Jugendraum als Turnraum. Die Lage sei allgemein schwierig, ergänzte der Sprecher. Immer mehr Kinder hätten Defizite, das könnte eine Verkleinerung der Gruppen nötig machen. Man müsse den Ort interessant machen, damit auch wieder junge Familien nach Brand ziehen. Kindergartenleiterin Michaela Schmidt bestätigte diese Feststellungen. Der Turnraum sei bereits Gruppenzimmer.

Im weiteren Verlauf der Debatte kam auch eine bauliche Verbindung von Kinderhaus und Pfarrheim mittels Gang ins Gespräch. Dazu wusste Christian Drehobel, dass dies von der Diözese nicht gewollt sei, was auf Unverständnis bei den Gemeinderäten stieß. Dies stellte sich offenbar als relativ einfache, kostengünstige und auch logische Lösung dar. Der Grund liege in einer möglichen Veränderung der Trägerschaft, dann hätte der Komplex aus beiden Häusern zwei Eigentümer. Bürgermeister Ludwig König sprach sich allerdings für einen Anbau aus und Markus Philipp (FW) meinte, dass eine generelle Ablehnung der Verbindung der beiden Häuser unmöglich sei.

Räumlich angespannt

Die Grundsatzdiskussion endete damit, dass Michaela Schmidt von einer räumlich angespannten Lage sprach. Toiletten gebe es auch zu wenig, die Geburtenentwicklung sei nicht endgültig zu beurteilen. Das Landratsamt halte eine Verbindung der Häuser offenbar für möglich.

Regina Bauer sprach sich dafür aus, erst einmal die Fakten zu klären, das Zahlenmaterial zusammenzutragen und weiter zu beraten. Ludwig König möchte noch einen Schritt dazwischenschalten: eine Zusammenkunft des Ausschusses "Jugend-Familie-Senioren" mit Vertretern der Gemeinde, der Kirchenverwaltung und dem Vertreter des Landratsamts. Bis dahin soll auch eine grobe Prognose der Zahl der zukünftig zu versorgenden Kinder erstellt werden.
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