Folgen der Oberflächenentwässerung Thema bei Bürgerversammlung - Kaum Nachfrage für das "Baxi"
Fuhrmannsreuth auf dem Trockenen

Lokales
Brand
03.12.2014
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Vorher zu viel, jetzt zu wenig. In der Diskussion bei der Bürgerversammlung im Mehrzwecksaal schnitt ein Fuhrmannsreuther die Oberflächenentwässerung in seinem Ortsteil an. Hatte man vor der Maßnahme mit Wasser in Haus und Hof zu kämpfen, sei nun das Gegenteil eingetreten: Brunnen und Dorfweiher seien völlig trocken, manche Häuser hätten schon Risse.

"Wo bleibt das Wasser?", fragte er, und: "Es muss etwas unternommen werden, solange Gewährleistung besteht." Der Bürgermeister versicherte, dass die nötigen Schritte bereits eingeleitet seien.

In der Sonnenstraße sollen nächstes Jahr die Straßenbauarbeiten beginnen. Warum sollen nicht auch gleich die Kanäle, die sich bis jetzt größtenteils auf Privatgrund befinden, auf öffentlichen Grund verlegt werden?, lautete eine Frage. Da der Gemeinderat hier bereits eine Entscheidung getroffen hat, bleibt es bei der Nichtverlegung, lautete die Antwort.

Im Ortsteil Neubrand wurde in diesem Jahr Splitt zur Straßenausbesserung verwendet. Viel zu viel, wie ein Neubrander fand. Doch dieses Vorgehen, genannt Blow-Patcher-Verfahren, erfordere dies, erfuhr der Fragesteller. Bürgermeister Ludwig König informierte in seiner Statistik, dass in diesem Jahr die Einwohnerzahl gestiegen sei, und zwar im Vergleich zum Vorjahr um 13 Personen.

Hebesätze gehalten

Zum Haushalt 2014 gab das Gemeindeoberhaupt bekannt, dass aufgrund der erhaltenen Stabilisierungshilfe auch eine außerplanmäßige Darlehensrückzahlung erfolgen konnte. Dies wirke sich positiv auf den zu erwartenden Soll-Stand zum 31. Dezember 2014 und auf die Pro-Kopf-Verschuldung aus. Zwar musste in einem Nachtragshaushalt nachgebessert werden, doch waren die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer zu halten.

Als wichtigste Baumaßnahmen nannte er die Straßen- und Kanalbauarbeiten im sogenannten "Kirchenstaat", die Umsetzung des Brandschutzkonzepts im Mehrzwecksaal sowie die Dacherneuerung auf dem Nebengebäude beim Mehrzwecksaal. Die Luisenburgstraße wurde teilsaniert, das restliche Stück soll im nächsten Jahr ausgebessert werden. Der Breitbandausbau, vom Land Bayern mit 90 Prozent gefördert, wird verstärkt vorangetrieben. Des Weiteren wurde ein Energiekonzept für die Gemeinde - Brand wurde ausgewählt als eine von 30 Kommunen in der Oberpfalz - erstellt. Hier werden Energiekennzahlen für gemeindeeigene Liegenschaften erarbeitet und aufbereitet. Die erarbeiteten Zahlen sollen ihre Umsetzung finden bei der Nahwärmeversorgung kommunaler und kirchlicher Liegenschaften.

Solaranlage rentabel

Die Photovoltaikanlage auf einem Gebäude im ehemaligen Schwimmbad arbeite rentabel, wusste der Bürgermeister zu berichten, ebenso die Grünabfallanlage, die von Brander und auch Ebnather Bürgern genutzt wird. "Baxi" - dieses Wort ist seit einiger Zeit in aller Munde, leider wird nur sehr spärlich von diesem Beförderungsangebot Gebrauch gemacht. Der Anrufbus kann bei Bedarf angefordert werden unter Telefon 0800/6065600 und soll den normalen Linienbusverkehr ergänzen.

Der Dank des Bürgermeisters galt allen Verantwortlichen in der Gemeinde, besonders der Seniorenbeauftragten, der Familienbeauftragten und dem Jugendbürgermeister.
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