Fußmarsch zur Buße

Selbst bei kurzen Pausen sangen und beteten die Fußwallfahrer weiter. Bild: ld
Lokales
Brand
29.09.2014
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Diese Anstrengung hat Tradition. Zum 33. Mal machten sich Gläubige aus Brand und Umgebung auf den Weg nach Marienweiher, 39 Kilometer betend und singend zu Fuß. Innerer Ansporn und Antrieb ist die Buße.

Die Mühen der Wegstrecke ertrugen die Gläubigen auf der 33. Wallfahrt nach Marienweiher gerne. Sie sind Teil der Buße. Das Gepäck der Pilger transportierte ein Begleitfahrzeug der Feuerwehr Fuhrmannsreuth. Dies fuhr Rudi Ernstberger, der die Strecke mittlerweile wie seine Westentasche kennt. Das kleine Grüppchen von Gläubigen aus Brand, Nagel, Kulmain, Pullenreuth und Neusorg machte sich zum Sechs-Uhr-Läuten betend auf den Weg.

Der erste Berg zum Kreuzweg ließ bereits spüren, was sie in den nächsten neun Stunden erwartet. Am Kreuzweg wartete die zweite kleine Gruppe aus den oberen Ortsteilen. Pater Joy war gekommen, um ein Gebet zu sprechen und den Wallfahrer-Segen zu erteilen. Kurz nach 8 Uhr war der Parkplatz am Seehaus erreicht, wo sich die Gruppe auf 28 Wallfahrer vergrößerte.

Pilgerführer Ludwig König stoppte die Zeit, um sich im nächsten Jahr besser orientieren zu können. Die Sicherung der Wallfahrergruppe lag in den Händen von Wolfgang Doleschal und Wolfgang Moller im Zusammenwirken mit dem Feuerwehr-Bus.

Die Träger des Wallfahrerkreuzes wechselten immer wieder. Eine schwierige Aufgabe hatten auch Vorbeter und Vorsänger, denen schon mal die Luft ausging. Gebete; Lieder und Stille sorgten für den Rahmen. Gebetspausen waren nötig, wenn es länger bergauf ging.

Gefrees war kurz nach elf Uhr erreicht. In Streitau vergrößerte sich die Gruppe zur Mittagszeit, als im Sportheim Mitglieder des TSV für Essen und Getränke sorgten. Einige, die sich den weiten Weg ab Brand oder Fichtelsee nicht mehr zutrauen, nahmen die Gelegenheit wahr, zumindest die letzte Etappe von etwa zwei Stunden mitzulaufen.

Der Gedanke, nun bald am Ziel zu sein, schuf vorübergehend Erleichterung, aber nur kurz. Drei gewaltige Anstiege waren noch zu bewältigenden. Der Beginn des Gottesdienstes war um eine halbe Stunde nach hinten verlegt worden, so dass noch Zeit für eine Pause blieb. Mit einem Gottesdienst, den Pater Joy zelebrierte, endete die 33. Fußwallfahrt. Pilgerführer Ludwig König dankte abschließend allen, die zum Gelingen der Wallfahrt beigetragen hatten.
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