Gute Reise

Lokales
Brand
18.02.2015
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Kaffee, Krapfen und schöne Bilder hatte die CSU zu bieten. Vorsitzender Wolfgang Doleschal hatte Johann Spörrer aus Pullenreuth eingeladen, der die Gäste auf eine besondere Reise schickte.

Mit dem vertonten und technisch sehr aufwendig gestalteten Bildvortrag zum Thema "Lebensquell Fichtelnaab" nahm Spörrer die Zuschauer mit von der Quelle am Ochenskopfes bis zur Mündung in die Waldnaab. Bereits ab Fichtelberg und weiter flussabwärts wurde schon im Mittelalter die Wasserkraft der Fichtelnaab genutzt. Zu dieser Zeit entstanden in Neubau und Fichtelberg die ersten Hochöfen und Eisenhämmer. Über Mehlmeisel vorbei an der dortigen Loretto-Kapelle erreicht die junge Fichtelnaab mit Brand den ersten Ort der Oberpfalz. Hier wurde ab 1897 die Wasserkraft für zwei Pappenfabriken genutzt. Die Errichtung eines Eisenhammers im 14. Jahrhundert führte zur Gründung des Ortes Grünberg.

Nach dem Niedergang der Eisenherstellung wegen Unrentabilität im ganzen Gebiet stieg man auf Mahlmühlen und später Sägewerke um. Auch in Grünberg war bis 2004 ein Sägewerk in Betrieb. Kurz vor Ebnath bei Selingau mündet von links die Gregnitz in die Fichtelnaab. 340 Jahre bis 1867 hämmerte auch dort ein Eisenhammer. Weitere zwei Eisenhämmer hatte die Fichtelnaab in Ebnath beim Nicklweiher und beim Boderkratzn anzutreiben. Weiter nach Riglasreuth verstärken noch der Goldbach und ein Stück weiter der Witzelbach die Fichtelnaab, bevor sie unter dem 1877 eingeweihten 42 Meter hohen Eisenbahnviadukt Riglasreuth durchfließt. In Riglasreuth ist noch ein altes Sägewerk zu finden, vorher wurden in diesem Gebäude in einer sogenannten "Polier" Glasplatten mit der Wasserkraft geschliffen.

Vorbei am Schloss Riglasreuth setzt die Fichtelnaab ihren Lauf Richtung Erbendorf fort. Trevesen, Trevesenhammer, Kronau, Hopfau und Grötschenreuth sind die weiteren Stationen in denen die Wasserkraft früher und heute genutzt wird. Im Bereich Erbendorf wurde die Fichtelnaab zum Antrieb von fünf Mühlen genutzt. Heute beschränkt sich die Nutzung auf die Gewinnung elektrischen Stromes. Über Krummennaab, Burggrub, Trautenberg, Naabdemenreuth, Schweinmühle erreicht die Fichtelnaab kurz vor ihrer Mündung in die Waldnaab die Oberbaumühle. Dort wird heute noch ein Sägewerk betrieben. Nach 42 Kilometern und 442 Höhenmetern erreicht die Fichtelnaab bei Windischeschenbach ihre Mündung in die Waldnaab.

Sie kam dabei durch drei Landkreise und 10 Gemeinden. Heute kann man den Lauf der Fichtelnaab auf dem Fichtelnaabradweg von Fichtelberg bis Windischeschenbach folgen. Wolfgang Doleschal bedankte sich mit einem Geldgeschenk bei Johann Spörrer, der sein für die Aktion "Lichtblicke im Landkreis spendet.
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