Im Kinderhaus wird's eng

Lokales
Brand
21.02.2015
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Im Kinderhaus Don Bosco ist es zu eng geworden. Die angespannte Betreuungssituation war eines der Themen der Gemeinderatssitzung. Wegen der steigenden Kinderzahlen war schon einmal vorgeschlagen worden, einen zusätzlichen Raum im benachbarten Pfarrheim zu gewinnen.

Grundsätzlich sei es so, heißt es in der Sitzungsvorlage, dass der Raum im Pfarrheim als Betreuungsraum für das Kinderhaus genutzt werden könnte. Selbstverständlich müssten dazu die erforderlichen brandschutzrechtlichen Vorgaben berücksichtigt werden. Je nachdem, ob der Raum auch über einen längeren Zeitraum genutzt werden sollte, wären außerdem Nachbesserungen im Bereich Schallschutz und Beleuchtung erforderlich. Insoweit könnte der Raum auch über einen direkten Zugang an das Kinderhaus angebunden werden. Weiter wird ausgeführt, dass die Kirchenverwaltung Brand im September 2014 den Beschluss gefasst hat, den bestehenden bisherigen Kindergarten um eine auf dann zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe zu erweitern. Für die Beantragung beim Bistum Regensburg beziehungsweise Caritasverband sei eine schriftliche Bedarfsanerkennung der Gemeinde erforderlich.

Frage der Geburtenzahl

Ob sich ein Ausbau für einen längeren Zeitraum aufgrund der Geburtenentwicklung in der Gemeinde auch rechnet, konnte nicht abschließend geklärt werden. Ob der zusätzliche Raum auch auf längere Sicht erforderlich ist, hängt auch davon ab. Dabei ist bereits eine Schwankung von drei bis vier Geburten im Jahr für die Entscheidung wesentlich. Ausgehend von einer Stabilisierung der Geburtenzahlen, vermehrt um mögliche Zuzüge, sollte man wohl einen Ausbau auch auf längere Sicht in Erwägung ziehen, führte Bürgermeister Ludwig König (CSU) aus. Wenn sich die Geburtenzahlen nicht bestätigen sollten, könnte dieser Raum auch zur Schulkindbetreuung genutzt werden.

Bereits im Dezember 2014 hat der Gemeinderat den Bürgermeister beauftragt, einen Termin mit allen Beteiligten zu vereinbaren. Dieser fand im Januar statt mit dem Ergebnis, dass an einer Baumaßnahme - Anbindung an das Pfarrheim oder eigener Anbau - kein Weg vorbeiführt. Zum weiteren Vorgehen sei vom Gemeinderat ein entsprechender Bedarf festzustellen. Dies geschah per Fragebogen mit einem völlig unbefriedigenden Ergebnis: 116 Fragebögen wurden ausgegeben, ganze sieben kamen zurück. Darauf konnte sich die weitere Debatte nicht stützen. Ihr zugrunde lagen die Zahlen der Geburten in den letzten zehn Jahren, die zwischen sechs und maximal elf Kindern schwankt.

Michaela Schmidt, Leiterin des Kinderhauses und Gemeinderätin, wurde zu Beginn der Debatte um eine Stellungnahme gebeten. Sie beschrieb die schwierige Situation mit derzeit 30 Kindern, zumal für zwei Kinder Faktor 4,5 gelte. Für sie sei eine Betreuung in Kleingruppen besser, sie bräuchten einfach mehr Zuwendung. Brand sollte familienfreundlich sein, deshalb sei ein gutes Betreuungsangebot sehr wichtig. Es könnte ein Aushängeschild sein. Die Situation im Kinderhaus sei deshalb prekär geworden, weil beim Bau der Kinderkrippe wenige Kinder da waren, meinte zweiter Bürgermeister Christian Drehobel (CSU) dazu. Es gebe zwei Möglichkeiten. Entweder eine Verbindung zum Pfarrheim oder einen Anbau Richtung Westen.

Raumbedarf ermitteln

Gegen eine Verbindung zum Pfarrheim sprach sich Regina Bauer (FW) aus und traf damit wohl die Meinung der Mehrheit des Gemeinderats. Auch Wolfgang Doleschal (CSU) plädierte für eine Erweiterung: "Wenn wir schon keine Schule mehr haben." In einem einstimmigen Beschluss erkannte das Gremium die Notwendigkeit einer zweiten Gruppe an. Die zuständigen Stellen sollen nun den Raumbedarf ermitteln und die beiden Alternativen prüfen.
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