"Jeder Bürger ist gefordert" - Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Brand und Fuhrmannsreuth
Friede fängt im Kleinen an

Menschen, die ihre Heimat verließen und auf der Flucht sind, müssen Verständnis und Toleranz erfahren. Dies forderte Bürgermeister Ludwig König bei seiner Ansprache zum Volkstrauertag in Brand. Bild: ld
Lokales
Brand
20.11.2014
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Mit Gedenkfeiern im Friedhof in Brand und am Ehrenmal in Fuhrmannsreuth beging die Gemeinde den Volkstrauertag. Die Feiern wurden jeweils mit Gebeten von Pastoralreferent Wolfgang Sausner eröffnet. Die musikalische Umrahmung übernahmen der Männergesangverein "Max Reger" und die Fichtelgebirgsblaskapelle Ebnath.

Bürgermeister Ludwig König erinnerte an die unzähligen Toten der beiden Weltkriege und an die Opfer des Nazi-Regimes. Gedenken wolle man aber auch aller, die in der Gegenwart getötet werden. Auch in dieser Stunde des Innehaltens kämpften in nicht allzu fernen Regionen Menschen um ihr Leben, seien in ihrer Freiheit bedroht. Die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit sei aktuell geblieben. Die Flüchtlingsströme hätten nun auch die Gemeinde Brand erreicht.

Der Bürgermeister rief dazu auf, den Menschen, die auf der Flucht sind, mit Verständnis und Toleranz zu begegnen. Auch an die Bundeswehrsoldaten in Auslandseinsätzen sollte man am Volkstrauertag denken. Gewalt scheine ein selbstverständlicher Bestandteil im Umgang der Menschen miteinander geworden zu sein. Jeder Bürger sei aufgerufen mitzuhelfen, eine bessere Welt zu schaffen. Der Volkstrauertag dürfe sich nicht in der Rückschau in der Tradition erschöpfen. Irmbert Schmidt nannte in seiner Rede für die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Brand bestürzende Zahlen, die das Ausmaß der beiden großen Kriege einmal mehr verdeutlichten. Er ging auf die aktuellen Einsätze der Bundeswehr ein und brachte sein Bedauern zum Ausdruck, dass die Hilfe der Soldaten oft nicht erwünscht sei und diese darunter zu leiden hätten. Nach der Kranzniederlegung dankt der Vorsitzende des Vereins, Willibald Würstl, den beiden Frauen, die die Gedenkstätte pflegen sowie allen, die die Gedenkfeier mitgestalten. Auch den Sammlern für die Kriegsgräberpflege galt sein Dank.
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