Lichtblick für das Freibad

Lokales
Brand
24.09.2015
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Es kommt vielleicht wieder Bewegung in die "Angelegenheit Brander Freibad". Ein neues wird es nicht geben, doch im jetzigen Zustand kann es auch nicht bleiben. Es ist an eine Neugestaltung gedacht. Ein Förderprogramm bietet womöglich eine günstige Gelegenheit.

Euphorisch zeigten sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung weder Bürgermeister Ludwig König (CSU) noch die Mitglieder des Gremiums. Man will jedoch nichts unversucht lassen. Bei einer Sitzung des Energie- und Umweltausschusses Ende August war auch Lucie Mantel von der Steinwald-Allianz anwesend und erklärte, dass das Bundesministerium für Umwelt Interesse an einer Förderung signalisiert habe. Die Planungen sollten vorangetrieben werden, da eine Antragstellung voraussichtlich ab Oktober möglich sei.

Über eine Million Euro

Das Investitionsvolumen sollte eine bis eineinhalb Millionen Euro betragen. Zusätzlich könnten einzelne Maßnahmen eventuell auch noch über das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) gefördert werden. Bei dieser Förderung ist die Zusammenarbeiten mit einem Partner auf tschechischer Seite notwendig. Mantel schlägt dazu Franzensbad vor. Sie informierte zudem, dass voraussichtlich ab 14. Oktober einige Studenten aus Brünn und Bayreuth ein Konzept zur Freibadgestaltung erarbeiten würden.

Hierfür sei es aber erforderlich, dass der Ausschuss, beziehungsweise der Gemeinderat die Rahmenbedingungen festlegt. Das fertig ausgearbeitete Konzept der Studenten werde wohl im Dezember vorliegen. Zur Antragstellung zum Interreg-A-Programm reiche zunächst eine grobe Übersicht der geplanten Maßnahmen aus, jedoch sei der Kostenrahmen genau festzulegen.

Die Fördersumme werde laut Mantel rund 80 bis 85 Prozent betragen. Die Konzeptphase mit den Studenten aus Brünn verursache Kosten zwischen 2500 und 3000 Euro. Dazu kommen gegebenenfalls noch Kosten für Moderation, Dolmetschen, Hilfe bei der Antragstellung. Der Ausschuss kam überein, dass vor Planungsbeginn mit den betroffenen Grundstückseigentümern Rücksprache genommen werden müsse.

Zudem solle die Bevölkerung an der Ideensammlung beteiligt werden. Passende Gelegenheit wäre der Zeitraum, an dem die Studenten anwesend sind, eventuell bei der Abschlussbesprechung. Wolfgang Doleschal (CSU) beurteilte das Konzept insgesamt positiv, zumal die Chance bestehe, in die Förderung zu kommen. Den Satz bezeichnete Regina Bauer (FW) als "einen Traum" und sprach von einem Lichtblick für das marode Freibadgelände. Christian Drehobel (CSU) ergänzte zur Debatte, dass sich Hans-Jürgen Schmidt und Werner Brunner bereit erklärt hätten, die Tiefbaumaßnahmen zu planen.

Einstimmig dafür

Der Beschluss wurde einstimmig gefasst, der Bürgermeister muss jedoch mit der Verwaltung noch abzuklären, ob dies Nachteile hinsichtlich der Stabilisierungshilfen mit sich bringen könnte. Interreg-A biete eine wohl einmalige Chance, mit so wenigen Eigenmitteln der Gemeinde eine so positive Umgestaltung der Freibadbrache zu realisieren. Auf Dauer sei der jetzige Zustand nicht hinnehmbar. Nach folgenden Maßgaben soll das Projekt weiterverfolgt werden: Rückbau von Wärmehalle, Heizhaus, Heizöltank, Chlorgasanlage, Nutzung des tieferliegenden Beckens als Zisterne, Errichtung eines Kinderspielplatzes auf der Zisterne. Das Nichtschwimmerbecken sollte als kleine Wasserfläche erhalten werden, ferner soll eine fußläufige Verbindung zwischen Basshaus und Freibadgelände mit Anbindung an die Allee eingeplant werden.

Die Beckenmauer könnte stehen bleiben und etwa für Public Viewing infrage kommen. Der Campingplatz sollte auf das gemeindeeigene Grundstück umgesiedelt werden. Christian Drehobel und Werner Brunner wurden gebeten, die Baumaßnahmen bis zu einer weiteren Sitzung des Energie-Freibad-Umwelt-Ausschusses Ende September konkret ausarbeiten und dort anhand von Plänen präsentieren. Auch die Bevölkerung soll an der Ideensammlung beteiligt werden.
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