Nach Dach kommt die Garage

Der Fichtelgebirgsverein kann auf engagierte und treue Mitglieder zählen. Dafür gab es Ehrenzeichen in Gold, Silber und Bronze sowie Urkunden. Bild: rgb
Lokales
Brand
27.03.2015
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Hinter die Sanierung des Daches und der Küche des Baßhauses kann Markus Sticht einen Haken setzten. Beide Maßnahmen hat der Fichtelgebirgsverein abgeschlossen. Aber im Vereinsgebäude wartet auf die Mitglieder noch mehr Arbeit.

Bei der Dachsanierung haben die Kosten jedoch die Vorgaben überstiegen, berichtete Markus Sticht, der für das Baßhaus zuständig ist, in der Jahreshauptversammlung. Sowohl für die ursprünglich geplanten Ausgaben als auch für den Differenzbetrag hatte sich ein Spender gefunden. In Zusammenarbeit mit der Dachdeckerfirma Götz leisteten die Mitglieder viele ehrenamtliche Stunden. Als nächstes ist laut Sticht die Renovierung der Scheune in Planung.

Eine durchweg positive Bilanz zog Vorsitzender Stefan Jungnickl in seiner Rückschau. Herausragende Veranstaltung sei das zweite Schaffest mit Bauern- und Kunsthandwerkermarkt gewesen. Es seien 72 Mitglieder im Einsatz gewesen, um die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Die Stärke des Vereins gab er mit derzeit 403 Personen, davon 310 Brander, an. Der Altersdurchschnitt betrage 48 Jahre. 17 Austritten und 8 Todesfällen standen 3 Neuzugänge gegenüber.

300 Euro aus Kaffee-Treff

Der Wunsch Jungnickls, das Baßhaus mit Leben zu füllen, sei mit dem Dämmerschoppen und dem Kaffee-Treff ein Stück weit verwirklicht worden. Ersterer sei im Moment wegen der Krankheit des Initiators Robert Besold zum Erliegen gekommen. Aus dem Erlös der Kaffee-Treffs übergab Rosmarie Praller an diesem Abend 300 Euro an den Verein. Sie gab auch den 14. April als nächsten Termin bekannt.

Für die Jugend bot der Verein ein Ferienprogramm, Halloween-Fest und Basteln für die Aktion Sternstunden an. Die Teilnahme an der Osterwanderung und am Kinderfasching ist laut Jungnickl rückläufig, man hoffe hier auf eine Wiederbelebung. An weiteren Aktionen nannte er unter anderem den Glühweinausschank beim vorweihnachtlichen Konzert des Männergesangverein, Lichtbildervortrag "Lebensquell Fichtelnaab" von Johann Spörrer sowie die Digitalisierung des Wegenetzes. Sein Dank galt den Vorstandskollegen der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit. Ebenso lobte er Brigitte Hoch, Karin Hain und Rosmarie Praller für die Verschönerung des Baßhauses.

Das Biotop sei durch Zukauf um 7000 Quadratmetern erweitert worden, teilte Naturschutzwart Gerald Hoch mit, ein. Ebenso erwähnte er die Schafbeweidung im Sommer, Baumschnitt auf der Kinder-Obstwiese, Pflanzentauschtag, Führung durch den Zinster Steinbruch, Fahrt zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr und Beteiligung am Kinderflohmarkt in Grünlasmühle zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein. Der Erlös aus dem Flohmarkt kam dem erkrankten Elias Ernstberger aus Neusorg zu Gute.

Markierungswart Klaus Brunner bedauerte, dass die Wanderungen auf wenig Resonanz stießen. Die Gründe dafür seien unklar. Beibehalten werden soll die Armesbergwanderung am Dreifaltigkeitssonntag. Eventuell wird in 2015 eine Wanderung in die Fränkische Schweiz angeboten.

Für den verhinderten Wanderwart Markus Newald berichtete Jungnickl von der Pflege der sieben Wanderwege im Zuständigkeitsbereich. Einen Teil des Zuwegs zum Fränkischen Gebirgsweg übernehme der Ortsverein Nagel. Der Seenweg ab dem Michael-Geier-Brunnen halte die Speichersdorfer Ortsgruppe instand gehalten. Der Brunnen selbst betreut sein Namensgeber. Pflegemaßnahmen galten dem Zinnenbrunnen durch Oliver Ulbrich, dem Wasserzulauf und den Bänken. Für Kassier Peter Philipp verlas Bürgermeister Ludwig König den Kassenbericht.

Geplant sind 2015 laut Jungnickl neben den traditionellen Veranstaltungen eine Fahrt nach Nürnberg mit Besuch des Kindermuseums und der Kaiserburg, Wandern in Bischofsgrün mit Besuch des Klettergartens, eine Radltour am Vatertag und Teilnahme am Frühjahrstreffen am Ochsenkopf. Erstmals wird ein Preiswatten in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Brand angeboten.

Hauptvorsitzender Heinrich Henniger stellte die Arbeit des Hauptvereins und die Bedeutung von Zuschüssen zur Umsetzung von Projekten vor. Die Unterkunftshäuser stehen gut da, die Referate seien alle ordentlich besetzt. Bürgermeister König dankte für die Brauchtumspflege und lobte die Kinder- und Jugendarbeit. Er freute sich auch über die Beteiligung des Vereins am Ferienprogramm. Den acht Verstorbenen galt eine Gedenkminute.
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