Nicht das Ei des Kolumbus

Lokales
Brand
28.11.2014
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Nach Einigkeit sah es zunächst nicht gerade aus. Eine intensive Debatte führten die Gemeinderäte über das Ergebnis des Brander Energiekonzepts. Schließlich erkannte das Gremium das Papier doch einstimmig an.

Das Energiekonzept der Gemeinde, dessen Anerkennung und das weitere Vorgehen waren Themen der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Die Entwicklung des Konzepts erfolgte im Zuge eines Förderprogramms des Amtes für Ländliche Entwicklung. Die Abschlusspräsentation fand am 21. Oktober im Mehrzwecksaal statt.

Erdgas auf Platz eins

In der Zusammenfassung des Konzepts in der Sitzungsvorlage wird unter anderem festgestellt, dass der Schwerpunkt des Energieverbrauchs in der Gemeinde im Sektor "Gewerbe und Industrie" liegt. 59 Prozent werden hier verbraucht, der Rest entfällt auf die Haushalte. Erdgas hat nach den Ergebnissen des Energie-Technologischen Zentrums (etz) Weiden mit 35,5 Prozent den größten Anteil. Heizöl mit 28,5 Prozent und Strom mit 26 Prozent haben ebenso große Bedeutung.

Der Energieverbrauch verursacht pro Jahr CO2-Emissionen in Höhe von rund 10 970 Tonnen, was 9,4 Tonnen pro Kopf und Jahr entspricht. Das etz stellt fest, dass sich dieser Wert deutlich über der Vergleichszahl für den ländlichen Raum bewegt. Diese liegt bei 6,0 Tonnen. 5,2 Prozent des gesamten Stromverbrauchs entstehen durch erneuerbare Energien, ohne den industriellen Verbrauch hinzuzuziehen liegt der Wert bei 17,8 Prozent.

Zwei Leitprojekte waren Teil des Energiekonzepts. Bei der Nahwärmeversorgung kommunaler und kirchlicher Liegenschaften erweisen sich die zentralen Versorgungsvarianten bei einem Betrachtungszeitraum von 20 Jahren günstiger als die bestehende dezentrale Versorgung. Die Wärmegestehungskosten bei einer Wärmeerzeugung mit Pellets würden 12,9 Cent pro Kilowattstunde betragen im Vergleich zu 17,9 Cent. Die CO2-Emissionen würden sich gleich um 90 Prozent verringern.

Beim Leitprojekt Mehrfamilienhaus Bergstraße wird Fenstererneuerung, Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke vorgeschlagen. CO2-Emission und Verbrauch würden sich um 24 Prozent reduzieren.

LED und Solarflächen

Die Umsetzung der Leitprojekte schlägt das etz vor, ebenso eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung in der Kläranlage und den Ausbau der LED-Straßenbeleuchtung. Weiter sollen die Bürger zur Umsetzung von Effizienzprojekten motiviert werden.
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