Nun Projekte anpacken

Lokales
Brand
25.11.2014
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Die Bevölkerungszahl in der Region wird schrumpfen, der Anteil älterer Menschen aber zunehmen. Diese Entwicklung nehmen die Gemeinden Brand, Ebnath, Neusorg, Pullenreuth und die Stadt Waldershof nicht tatenlos hin.

Im Projekt "Demografische Modelle im ländlichen Raum" suchen die VG-Kommunen zusammen mit Gemeinden der tschechischen Region Konstantinsbad nach Lösungen, um den demografischen Wandel erfolgreich zu gestalten. Begleitet wird das Projekt von der Kommunalberatung KlimKom eG. Im Juni begann die Bürgerbeteiligung mit einer Auftaktveranstaltung in Brand. Hier wurden die Bürger auch nach Stärken und Schwächen ihrer Region befragt und konnten in einer "Jetzt red i"-Runde ihre Vorstellungen einbringen. Bald darauf wurde zur "Demografiekonferenz" eingeladen. Hier arbeiteten zahlreiche Bürger in den Themenfeldern medizinische Versorgung, Leerstand und ungenutzte Flächen, Kleinhandelskonzepte, Wohnen im Alter sowie bürgerschaftliches Engagement mit. Die Ergebnisse hat das Büro KlimaKom aufbereitet und dokumentiert.

Behinderte betreiben Café

Neben den Treffen vor Ort fanden bisher zwei Exkursionen zu Beispielprojekten statt, an denen Vertreter aus dem Steinwald und der Region Konstantinsbad teilnahmen. Im August begutachtete man unter anderem ein Café in Wernberg, das von Menschen mit Behinderung betrieben wird und das Leerstandsmanagement in der Nachbarregion AOVE (Arbeitsgemeinschaft Obere Vils Ehenbach). Eine weitere Exkursion führte im Oktober zur kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau in Unterfranken, wo interessante Bürgerprojekte bereits umgesetzt wurden.

In einer zweiten Demografiekonferenz im Oktober in Neusorg waren wieder die Bürger gefragt. Jetzt galt es, geeignete Projektideen möglichst präzise zu formulieren. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung diskutierten die Bürgermeister der Gemeinden nun zusammen mit dem Büro KlimaKom in einer Steuerungsrunde in Ebnath. Ziel ist es, in jedem der fünf behandelten Themenfelder mindestens ein Projekt anzustoßen.

Im Bereich der ärztlichen Versorgung sollen zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung die Rahmenbedingungen für den optimalen Praxisstandort ermittelt werden. Weiterhin ist die Auflage eines Stipendiums geplant, um angehende Ärzte für die Region zu gewinnen. Der Leerstand von Gebäuden soll erfasst und Nutzungen gefunden werden. Im Bereich der Nahversorgung soll der bestehende Einzelhandel gestärkt werden. Dazu werden bestehende Läden und Direktvermarkter in Kontakt gebracht. Zusammen mit den Senioren ist zu klären, wie sie im Alter und bei Pflegebedürftigkeit wohnen wollen. Im Bereich bürgerschaftliches Engagement soll vor allem die Nachbarschaftshilfe ausgebaut werden.

Wer möchte mitmachen?

In den nächsten Wochen werden diese Projekte vom Büro KlimaKom weiter vertieft. Wer mitmachen möchte oder Fragen hat, wendet sich an KlimaKom, Dr. Götz Braun, Büro: 089/3262130 oder 0160/7979870; E-Mail: goetz.braun@klimakom.de.
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