Politik: Mehr als ein Hobby

Christian Doleschal bezeichnet sich selbst als "jung und engagiert". Jetzt ist der 27- jährige Brandner der Jüngste im CSU-Vorstand. Bild: hfz
Lokales
Brand
23.11.2015
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Christian Doleschal ist seit Samstag mit 27 Jahren jüngstes Mitglied im CSU-Parteivorstand. Der Brandner ist auch in der Heimatgemeinde aktiv: Seit er 19 Jahre alt ist, sitzt er im Gemeinderat. Sein Jurastudium hat er beendet, nun arbeitet er am Landgericht Regensburg. Und Zeit für ein Interview mit "Der Neue Tag" hat er auch noch.

Herr Doleschal, was sind Ihre Aufgaben im Parteivorstand?

Christian Doleschal: Der CSU-Parteivorstand legt die Leitlinien für die Politik der CSU auf Landes-, Bundes- und Europaebene fest. Da kann ich sehr gut meine Interessen einbringen: die Perspektiven junger Leute und der ländliche Raum. Und natürlich auch, dass unsere Region nicht zu kurz kommt. Ich bin ja nicht nur der Jüngste im Vorstand, sondern auch der einzige, der kein Berufspolitiker ist. Umso mehr freut es mich, dass ich inmitten all der hochkarätigen Bewerber bei der Wahl das drittbeste Ergebnis erzielen konnte.

Seit wann sind Sie politisch aktiv?

Doleschal: Seit ich 14 bin. Ich war Jugendbürgermeister in Brand und bin dann in die Junge Union eingetreten. Mit 19 wurde ich dann als jüngstes Mitglied in den Gemeinderat gewählt. Dort bin ich heute noch.

Gemeinderat, CSU-Kreisgeschäftsführer, JU-Bezirksvorsitzender und Parteivorstand. Was machen Sie denn sonst noch?

Doleschal: Ich habe letztes Jahr mein Jurastudium abgeschlossen und arbeite jetzt als Rechtsreferendar am Landgericht Regensburg.

Wie zeitintensiv ist Ihre politische Arbeit?

Doleschal: Tja, Politik ist mehr als ein Hobby. Aber ich bekomme das zeitlich gut hin. Man muss eben Prioritäten setzen. Wie viel Zeit der Parteivorstand benötigt, kann ich selbst noch nicht genau einschätzen. Ich bin da ja erst seit Samstag.

Wie geht es in Zukunft weiter. Ist Ihr Ziel die Berufspolitik?

Doleschal: Nein, nein. Ich habe ja jetzt erstmal den Schritt ins Berufsleben getan. Für mich ist es erst einmal wichtig, Leute kennen zu lernen und meine Inhalte einzubringen.

Kommen Sie bei all ihren Aufgaben überhaupt noch in Ihre Heimat zurück?

Doleschal: Auf jeden Fall. Ich habe dort meinen Hauptwohnsitz und komme eigentlich jedes Wochenende heim.

Sie waren auch beim CSU-Parteitag am Samstag. Wie empfanden Sie die Stimmung dort? Hat Ihnen Merkel leid getan?

Doleschal: Das ist medial schon stärker gepusht worden, als es in Wirklichkeit war. Die Rede von Frau Merkel war für die meisten Mitglieder tatsächlich nicht überzeugend. Und es ist klar, dass der CSU-Parteivorsitzende die Gelegenheit nutzt und die Forderungen der Partei und unseres Freistaates deutlich macht.

Haben Sie auch für Seehofer als Parteivorsitzenden gestimmt?

Doleschal: Selbstverständlich!
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