Projekte gibt es genug

Lokales
Brand
29.01.2015
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Das Kürzel wirkt wie ein Zauberwort: Efre. Dahinter verbirgt sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung. Im Verbund mit der Steinwaldallianz könnte auch Brand davon profitieren - wenn die Allianz denn zum Zuge kommt.

Bürgermeister Ludwig König (CSU) gab in der jüngsten Sitzung Einzelheiten bekannt. Demnach hat die Gemeinde vier Projekte gemeldet: das Nahwärmenetz vom Mehrzwecksaal bis zum Pfarrheim, das Freibad, das ehemalige Gasthaus "Goldener Hirsch" und die Straße von Fuhrmannsreuth nach Grünlas. Nun stand der Punkt auf der Tagesordnung, die Zustimmung der Gemeinderäte war natürlich nötig. Gegenstimmen gab es bei derart guten Aussichten nicht.

Zweiter Bürgermeister Christian Drehobel (CSU) sieht das Nahwärmenetz und das Freibad realisierbar, wenn dazu auch noch keine Idee für eine Nutzung des Areals vorhanden ist. Spontan nannte der Sprecher einen "Festplatz mit schöner Anbindung ans Dorf".

Beim "Goldenen Hirsch" werde sich nach Drehobels Meinung in den nächsten zwei, drei Jahren nichts ändern. Die Eigentumsverhältnisse seien ungeklärt. Den Brandern sei das aber sehr wichtig, ergänzte Wolfgang Doleschal (CSU). Das Gebäude sei ortsbildprägend und dieser Schandfleck müsse endlich weg. Auf alle Fälle müsse man den Fuß in der Tür haben. Nun darf man gespannt sein, wie das Auswahlverfahren ausgeht.

Es ist selten geworden, dass den Gemeinderäten der Plan für den Neubau eines Wohnhauses vorliegt. Wenn das der Fall ist, wollen die Räte die Ausführung keineswegs verhindern. Das hat zur Folge, dass die Vorgaben des Bebauungsplans immer mal nicht eingehalten werden, weil Änderungen dagegen stehen.

Im Fall von Ingrid König, die im Steinäckerweg bauen möchte, ging es um die Höhe des Kniestocks. Kein Keller, darum erhöhter Raumbedarf im oberen Stock, lautete die Begründung; und das Gebäude sei ein Fertighaus, Änderungen würden viel Geld kosten. Nach einer kurzen Debatte über Sinn und Zweck von Bebauungsplänen, bei denen es immer mehr Ausnahmen gebe, stimmte keiner dagegen: Man müsse heute froh sein, wenn überhaupt jemand baut.
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